Schachbrett

Manuela
von Manuela
3 Min

Zum runden Geburtstag für Günther. 
Etliche epische „Schlachten“ wurden auf diesem Brett, zwischen Junior und Günther, fortan ausgetragen.
Intarsienarbeit mit lackierten Figuren aus Rundholz. König & Dame stilgerecht mit „Schräubchen-Krone“.

Mittlerweile spielen wir aber nur mehr selten. Also ist auch dieses Werk zu haben. Schreib mir bei Interesse!

Wie habe ich dieses Stück gemacht? Gute Frage. Da muss ich jetzt selber darüber nachdenken. Den vorherigen Text dürfte ich nicht gespeichert haben und somit werde ich mir wieder meine Erinnerungen zu Tage befördern.

Also gut. Ich weiß noch, dass ich etwas Besonderes für Günther zum Runden machen wollte. In meinen Gedanken gehe ich rückwärts die Arbeitsschritte noch einmal durch. Bei der Ausbildung gab es so einigen an Abfall, welchen wir für kleinere Projekte verwenden durften. Das half uns natürlich bei unserer Ausbildung. Die meisten zeigten Interesse und konnten auch zu Hause fleißig weiterüben.

Eine quadratische Platte nahm ich mit, sowie Abschnitte der hellen und dunklen Furnier. Zu Hause wurden die Furnierblätter von mir zugeschnitten. Ein paar Hoppalas sind trotz allem passiert, keine Frage. Es ist nun mal noch kein Meister vom Himmel gefallen. Allerdings glauben das viele Menschen in unserer Zeit. Also:

„Zuerst probieren, dann reden.“

Ah ja, die Randleisten … nein verdammt … wie heißen die noch einmal? Die Anleimer! … hätte ich bald vergessen. Die kamen zuerst dran. Mit richtiger Länge und 45° Gärung auf jeder Seite. Die kurze Seite ist die Länge des Brettes. Die 45° wurden mit Bleistift markiert. Nach den genauen Abschneiden der Enden entstand hiermit eine Vergrößerung der Platte. Pro Leiste ergibt sich ein 90° Winkel. Zu Beachten gilt auch die Position der Tischkreissäge. Das Sägeblatt ist auf senkrecht 90° einzustellen. Sauber wird gearbeitet, dann passieren keine Fehler. Und viele Gedanken sollte man sich im Vorhinein machen, damit es zügig vorangeht.

Die Seiten der Platte und ebenso die Anleimer hatte ich mit Leim bepinselt und mit passenden Hölzer und mit Schraubzwingen zwischen der Platte zum Trocknen angebracht. War gar nicht so einfach, sag ich euch. Aber mit viel Geduld und mit Nachdenken hat es dann geklappt.

Inzwischen hatte ich die Rundstäbe in verschieden Längen geschnitten. Das Material bestand aus Buche. Hartes Holz! Dies hatte mir einiges an Zeit gekostet, die Kanten mit einer Rundung abzuschleifen. Zu der Zeit war gerade die Pandemie und ich hatte echt keinen Bock, das alles in die Schulungstischlerei zu bringen um die Oberfräse zu starten. Aber da mir das alles schon auf den Kopf fiel, wollte ich nicht zu viel Zeit dort verbringen. (Schon gar nicht, wenn man ständig beobachtet wurde.) In meinem Keller zu Hause konnte ich machen wie ich wollte.

Manuela Riegler, 25. Juli 2025

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Detailverliebte Malerin und Meisterin der sprunghaften Wortakrobatik. Liebt beim Wandern die Pausen und ist sich nicht zu schade, dazu kilometerweit zu gehen. Ausserdem Marathon-Häklerin, kreative Fliessband-Bastlerin und Visionärin ätherischer Öl-Mischungen.
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