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tschatschabing > Blog > Outdoor > Knackige Tour von Eltendorf auf den Käferberg
Outdoor

Knackige Tour von Eltendorf auf den Käferberg

Günther
Aktualisiert am 11. Juli 2025 18:22
von Günther
Veröffentlicht am 16. Februar 2025
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13 Min
Bild Index 1/60
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Wenn es eine kurze aber dennoch knackige Wanderung sein soll, ist diese Route von Eltendorf auf den Käferberg (und bei der Kapelle vorbei) gerade richtig. Knappe 5 Kilometer und 50 Höhenmeter, die quasi fast in einem „Zug“ zu bewältigen sind. Und oben, in Eltendorf Bergen, hat man bei klarer Sicht auch eine wirklich schöne Aussicht.

Die Tour auf Komoot:

Frisch war es heute. Nein, eher kalt. Und dennoch hatten Manuela und ich Lust auf eine Tour. Mit den bekannten Eigenschaften: von der Distanz her, nicht zu lange. Und keine extremen Steigungen, bzw. nicht zu viele Höhenmeter. Das betraf diesmal aber definitiv uns beide. Auch ich hatte heute keine große Lust auf eine große Tour.

Auch Handschuhe müssen heute sein

Fündig wurden wir in Eltendorf. Hier zeigte meine Heatmap noch ein weisses Fleckchen, dass beseitigt werden wollte. Also, nichts wie auf zum Käferberg. Diesen kleinen, aber feinen Hügel, im nordwestlichen Hotter von Eltendorf, wollten wir heute erklimmen.

Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt stellte ich also unser Vehikel beim Spar-Markt in Eltendorf ab. Der perfekte Startpunkt für Wanderungen rund um Eltendorf. Hier findet man immer einen Parkplatz. Jetzt packten wir uns noch so richtig schön in Jacke, Schal und Ähnlichem ein, nahmen noch ein paar kräftige Schlucke aus unseren Trinkflaschen und los ging‘s. Heute aber ohne die Flaschen mitzunehmen. Die Strecke war mit etwa fünf Kilometer überschaubar und es war heute, Mitte Februar, keine Hitze zu erwarten.

Der Hauptplatz in Eltendorf

Über die Hauptstraße drüber marschierten wir, schräg gegenüber, die Bachzeile hinein. Auf dieser führte unsere Route nun nach Norden. Vorbei an alten Bauernhäusern mit teilweise noch intakter Landwirtschaftsbetrieben, spazierten wir, schon kurze Zeit später, am Hauptplatz vorbei.

Ein Spielplatz, Rastmöglichkeiten und eine Pizzeria. Für uns heute alles ohne Belang. Aber wer hier im Sommer vorbei kommt, kann es sich unter dem Schatten einer riesigen Platane gemütlich machen.

„Magst Pause machen?“
„Jetzt schon? Bist wo angrennt?“

Man merkt anhand des Dialoges: Wir hatten Spaß!
Biedermeierhaus

Hier, am Hauptplatz, findet man, an der Adresse Angerstraße 1, auch ein schönes, altes Wohnhaus mit Biedermeierfassade. Und an diesem wandern wir jetzt auch vorbei, weiter nach Norden, die Angerstraße entlang.

Der Ort Eltendorf selbst ähnelt hier eher einem Straßendorf. Typisch burgenländische Streusiedlungen findet man hier eher im nördlichen Hotter oder dem bekannten Uhudlerviertel. Dennoch ist es auch schön, durch den Ortskern zu wandern. Der Mix aus alten und neuen Häusern wirkt gepflegt und mitunter kann man auch Kurioses in Vorgärten oder Fassaden entdecken.

Wer malt sich schließlich das Logo der Fußball-EM an die Hausfassade? Solches haben wir auch hier entdeckt. Nebst einem Fahrrad, mit fehlendem Vorderrad, an der Fassade das verkündet, seit 2019 „rat(d)los“ zu sein. Für kurzweilige Unterhaltung beim Wandern ist hier also durchaus gesorgt.

Ra(d)tlos
„EM“-Fassade
Herzig

Nach etwa einem Kilometer marschieren wir aus dem Ort hinaus in die Natur. Hier geht es nun, nach wie vor weitgehend flach, übers Land. Links von uns Wald und Hügel. Und zu unserer Rechten sehen wir auf der Bundesstraße Autos nach Kukmirn fahren. Allerdings ohne den Nachbarort zu sehen. Da behindert dann wieder ein Hügel, am Ende des Tales, die Sicht auf diesen.

Ausserorts übers Land

Was wir aber in der Ferne sehen ist „Zahling“. Ein weiterer Ortsteil von Eltendorf mit schöner Kirche, die auf einem Hügel oberhalb des örtlichen Friedhofs thront.

Genau diese taucht nun zwischen den Bäumen auf, bevor wir auch weitere Häuser des Ortes wahrnehmen. Und hier, am Rande dieses Ortsteils, beim Sportplatz in Zahling, macht unsere Route nun auch eine Linksbiegung. 

Nach den ersten beiden, angenehmen zwei Kilometern, geht es nun ein wenig ans „Eingemachte“. Unser „Kreislauf-in-Schwung-Bringungs-Abschnitt“ steht bevor. Auf einem kurvenreichen Schotterweg wandern wir nun ansprechend bergauf in den Wald hinein. 

Wir kämpfen uns beide hier tapfer den Anstieg hinauf. Und bemerken dabei selbst, dass wir noch an unserer wintermüden Kondition arbeiten müssen.

„Ich habe (schnauf) noch einiges (schnauf) zu tun“
„Wenn du das sagst, mein Schatz (schnauf)!“

Man soll Frauen nie widersprechen … (der Spaß ist nach wie vor unser Begleiter).
Station „Filter“

Ein paar Mal „Kurz Stehenbleiben, weil Atem-Pause muß sein“ inklusive. Nach 200 Metern, des insgesamt 600 Meter langen Anstiegs, findet man auch eine Rastmöglichkeit in Form einer Bank. Dieses Angebot nimmt Manuela nun gerne für eine kurzen „Boxenstopp“ in Anspruch.

Das hier ist auch eine Station des „Uhudler-Kunstwanderwegs“, der auf diversen Stationen die „Kunst des Uhudlers“ näher bringt. In diesem Fall hier steht ein Filter. So auch der Name der Station. Wer möchte, kann die restlichen 10 Stationen des Weges, im Rahmen einer schönen Tour erkunden. Und natürlich nehme ich mir auch vor, dies noch in Zukunft nachzuholen.

Auch eine Reiterin begegnet uns

Aber heute nicht. Heute geht es, nach besagter Pause, weiter auf unserer Tour. Schritt für Schritt bergauf.

Für Manuela ist das heute absolut nicht ohne. Diese Steigung war nicht ganz geplant, bzw. auf dem Routentool im Web nicht so ersichtlich. Andererseits machen kurze, knackige Anstiege, ja auch durchaus Sinn. Meine Gefährtin möchte ja wieder ein wenig Kondition aufbauen. Heißt also: Regelmäßig trainieren. Im Rahmen des Gesunden. Mäßig aber regelmäßig. 

Was übrigens auch für mich selbst gilt. Die Kondition passt bei mir aktuell, nach ein paar Wanderungen im neuen Jahr, zwar wieder so weit, aber In meinem Fall wären auch noch ein paar Kilo abzunehmen. Ein paar? Ok, ein paar mehr.

Ein paar Kilo abnehmen.

Die übliche Phrase wenn es um ca. 20 Kilo geht …
Zum Käferberg hinauf

Nach 50 Minuten Wegzeit, oder 2,6 Kilometern Strecke, erreichen wir dann, mit dem Käferberg, den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung. Kalt ist es uns jetzt nicht mehr. Eher wohlig warm und ein wenig schwitzig unter den Jacken. So soll es sein. Und so kann es bleiben.

Nun wandern wir, nach dem Queren einer Kreuzung am Waldrand, auf der „Marbachstraße“ weiter. Jetzt wieder auf Asphalt und angenehm flach. Auch der Wind, der nach dem Ort und vor der Steigung ein wenig aufgefrischt hatte, hat nun nachgelassen. So kann es bleiben.

Am Waldrand marschieren wir an der „Käferberg-Kapelle“ vorbei. Ein kleines schmuckes Bauwerk, mit einem Fresko an der Decke. Fotografieren aber unmöglich, ob der Spieglung des Glases an der verschlossenen Türe. Aber schön anzusehen, nebst dem Altar-Arrangement im Inneren.

Käferberg-Kapelle

Hier heroben findet man jetzt auch wieder das typische Südburgenland. Eine Streusiedlung, auch vereinzelt Häuser in Alleinlage und eine tolle, weite Sicht ins Lafnitztal und auf Eltendorf hinunter. Und auch hier wiederum den Mix aus alten sanierten Bauernhöfen und neuen modernen Passiv-Häusern. Gefällt uns.

Besonders ein Haus sticht uns ins Auge. Sowohl Manuela als auch ich haben ja eine Affinität zu diesen Alten, typisch Burgenländischen, Häusern. Diese Streckhöfe, mit oder ohne Arkadengang, haben es uns wirklich angetan.

„Wäre das nichts?“, frage ich Manuela, als wir bei einem dieser Objekte vorbei marschieren. 

Das besagte HAus

Dieses hat ein neues Dach, aber scheint verlassen zu sein. Auch das Gras im Hof wirkt, als wäre es das letzte Mal vor einem Jahr gemäht worden. Hat hier jemand die Sanierung aufgegeben und möchte das Haus veräußern?

„Ja, das sieht schon gut aus!“, entgegnet Manuela. 

Ihr gefällt es sichtlich auch. Und auch die Lage hier heroben ist ja besonders schön.

„Aber Moment. Stop!“, falle ich ihr ins Wort, bevor wir beide diverse Gedanken weiter denken. „Wir haben uns vorgenommen zurück zzu schalten und vorerst kein neues Projekt anzugehen. Und außerdem müssen wir erst unser Haus verkaufen!“ 

„Stimmt, du hast recht. Aber gustieren darf man ja!“

Blick übers Land

Da hat sie recht und wir einigen uns darauf das jeder weitere Dialog, von „dort könnte man dies machen und hier jenes“, bis zu „und was machen wir mit dem Stadl“ unter gustieren fällt. Und natürlich ist es auch unter gustieren gefallen, dass ich am nächsten Tag bei der Gemeinde Erkundigungen eingeholt habe, mit dem Ergebnis: nicht zu verkaufen. Gott sei Dank!

Planend und scherzend wandern wir weiter, stetig bergab, die Marbachstraße hinab nach Eltendorf. Links begleitet von Wiesen, Feldern und schöner Aussicht auf den Ort. Rechts von Wiesen und Wald. 

„Wäre das nicht ein schöner Hausplatz hier?“, fragt mich Manuela und deutet auf ein wirklich schönes Platzerl.
„Ja, wäre es. Mit Betonung auf wäre!“, versuche ich diesmal gleich jegliche weitere Ausmalung unmöglicher Umstände im Keim zu ersticken. Unmöglich deshalb, weil die Zeiten von Gefälligkeitswidmungen im burgenländischen Grünland ja längst vorbei sind. Leider. Oder abermals Gott sei Dank. Wie man es sehen möchte.

Kurze Zeit später wandern wir an einem Kuriosum aus der Vergangenheit vorbei. Hier hat jemand, am Grundstücksrand eines Hauses, zwei Stühle platziert und in deren Mitte ein, für heutige Verhältnisse, allzu verlockendes Schild.

In vergilbten roten Buchstaben konnte man noch den Traum eines jeden „Schnitzel-Fans“ nachlesen:

Riesen-Wiener mit Beilage 5,50

Wenn man da nicht melancholisch wird …
Tagesteller anno dazumal

Hachja, das waren noch Zeiten! Als das Geld noch mehr wert war und das Leben um einiges leichter. Ob diese Zeiten wieder kommen? Wohl kaum. Aber es werden andere Zeiten kommen und die werden genauso gut sein, wie wir sie selbst gestalten. Also nicht sudern. Anpassen lautet unsere Devise. Und das Beste draus machen.

Lustig hinab zur Bundesstraße

Am Ende der Marbachstraße schwenken wir beim, hier positionierten, Umspannwerk nach links und wandern am Radweg neben der Bundesstraße zurück Richtung Eltendorf. Mittlerweile sind 1 Stunde und 20 Minuten vergangen und wir befinden uns nach 4 Kilometern nun auch schon am letzten Teil unserer heutigen Tour.

Vorbei an der Ortstafel und dem Friedhof mit Kirchenblick erreichen wir nach insgesamt 4,7 Kilometern oder 1,5 Stunden Wegzeit, inklusive Pausen, wieder unser Vehikel am Parkplatz. 

„Schatz, was gibt es in Fürstenfeld?“, fragt mich Manuela, als wir uns ins Auto setzen.
„Den Schnitzelcorner!“, lautete meine kurze Antwort.

Hier waren wir nun beide einer Meinung. Einen solchen Bröselteppich haben wir uns heute ausnahmsweise mal verdient. Und ausserdem hatte uns das Schild vorhin ziemlichen Appetit auf genau das gemacht. Auf zur „Schnitzeljagd“ nach Fürstenfeld.

Schön war es wieder mal und viel Spaß an euch, im Falle des Nachgehens.

Günther Schranz, 16. Februar 2025

Info: Alle 60 Fotos dieser Tour findest du in der Galerie am Titelbild.

Die Geschichte vom Märchenwanderweg in Inzenhof
Eine Jennersdorf Raabufer Rundwanderung
Am Erlebensweg in Unterlamm zur Aussichtswarte hinauf
Eine entspannte Runde um den Stieberteich in Oberwart
Kurioses, Kultur & Natur in Altenmarkt bei Fürstenfeld
Links:Gemeinde EltendorfSchnitzelcorner Fürstenfeld
Quellen:WalkmanKomoot
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vonGünther
Begeisterter Wanderer und Bademantel-Fanatiker mit Hang zur Selbstüberschätzung. Kocht ausserdem gerne, ist leidenschaftlicher Autofahrer und vergräbt sich auch mal stundenlang vor dem Bildschirm um sich danach im vollbrachten Werk zu sonnen.
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