Von Hänsel und Gretel über Tischlein deck dich und dem gestiefelten Kater bis zu Goldmarie und Pechmarie und noch viele Märchen mehr findet man hier auf dieser Wanderung. In Form von liebevoll gestalteten Szenenbilder am Wegesrand. Dazwischen aber auch viele andere Kuriositäten. Wer eine kurze, aber dennoch knackige, Wanderung mit originellen Stationen sucht ist hier goldrichtig.
Diese Tour auf Komoot:
Eine kleine Runde wollten wir heute gehen. Nichts Anstrengendes oder Anspruchsvolles. Entspannt und kurzweilig sollte sie sein. Und da ich auf der Heimfahrt von meiner Tour gestern einen Märchenwanderweg entdeckt hatte, wollten wir diesen, der mit einer Angabe von 3 Kilometern passend schien, heute absolvieren.

Also lenkte ich unseren Boliden nach Fuchsgraben. In diesem Ortsteil von Inzenhof befindet sich der Start zu diesem Rundweg. Bald dort angekommen stellten wir als Erstes fest: Hier fehlt etwas. Ein Parkplatz!
Aber immerhin liegt der Start außerhalb des Ortsgebiets und am Eingang einer Gasse. Also musste der Straßen- bzw. Gassenrand als „Parkbucht“ herhalten. Am Grünstreifen neben der Fahrbahn fand unser Fahrzeug gerade mal Platz. Was übrigens auch fehlt, ist eine Promotion dieser „märchenhaften Runde“. Ich habe den Weg ja quasi durch Zufall entdeckt, aber nirgendwo im Web gefunden!?
Nachdem diese erste Hürde genommen war, starteten wir unsere Tour. Gleich zu Beginn ist ein nettes Arrangement installiert, dass eindeutig auf den Märchenwanderweg hinweist. Quasi nicht zu übersehen. Mit einer Richtungs- und Entfernungsangabe. Also folgten wir brav dem Pfeil.

Ich möchte hier nun nicht jede einzelne Station erwähnen und/oder beschreiben – dazu sind es zu viele – aber es sei zumindest gesagt, dass die kleinen, feinen Nachstellungen diverser Märchen mit Liebe und Herzblut gestaltet sind. Geschnitzte Figuren aus Holz, kleine Hütten und andere Accessoires. Wirklich süß hergerichtet.
Und das in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen entlang der Route. Und auf ebendiese will ich aber hier näher eingehen.
Die Route führt zunächst ziemlich abfallend den Hang hinunter. Einfach immer dem Strassenverlauf folgen. Da kann man nichts falsch machen. Rastmöglichkeiten gibt es auch immer wieder in Form von Bänken und eine ausgewiesene Rast am höchsten Punkt der Strecke. Aber dazu später.
Bei Streckenkilometer 0,7 – bereits im „Tal“ unten – findet man außerdem ein Haus mit einem märchenhaften Garten. Kirchen, Burgen, Windmühlen und unzählige andere Figuren und Arrangements sind hier ausgestellt. In Miniaturgröße. Ja sogar die nachgebaute Burg Güssing ist an einer prominenten Stelle platziert. Sehenswert. Und vor allem viele, viele Fotos wert.

Nach diesem Erlebnis führt die Route in der darauf folgenden Gasse (etwa bei Kilometer 0,9) links hinein und den Berg hinauf. Auf den nächsten 500 Metern dürfen hier 50 Höhenmeter überwunden werden. Also so richtig angenehm ist die Tour keineswegs. Das ist schon auch eine kleine Herausforderung. Eher etwas für Wanderer. Weniger für gemütliche Spaziergänger.
Da rauf?!?
Ja! … Ich dachte wir machen einen Spaziergang?! … Ich auch.
So ähnlich verlief unsere Kommunikation vor dem Anstieg.

Insgesamt sind dann, vom Tal bis bis zum höchsten Punkt, kurz nach Kilometer 2,0, etwa 70 Höhenmeter zu bewältigen. Hier heroben besteht auch eine Möglichkeit zur Rast. An dem eigens dafür eingerichteten „Rastplatz Schabhüttl Fuchsberg“. Schattig, unter ein paar Bäumen gelegen, ist eine Pause, auch an heißen Tagen, richtig angenehm.
Kurz vor diesem Rastplatz befindet sich zur linken Hand noch eine Art „Museum“ (!?). Wir konnten nichts Genaueres herausfinden, über dieses Schilfbedeckte, sehr gut erhaltene (renovierte?) Lehmhaus. Aber allem Anschein nach fungiert es als eine Art Museum oder Ähnliches. Diverse Gegenstände aus vergangenen Zeiten, sichtlich zum „Ansehen“ platziert, untermalen diese These. Hier besteht auch eine Möglichkeit zur Rast. Unter einer neu errichteten Laube. Frei zugänglich ist es auf jeden Fall, aber nirgendwo eine näher Information, was dies nun genau ist.
Die Route führt hier nun, entlang der Straße, weiter über den Hügelkamm, bis man bei Kilometer 1,35 wieder nach links abbiegt. Hier ist auch eine Bank zum Rasten vorhanden.

Nun führt der Weg, zunächst ein wenig bergab, um danach gleich wieder anzusteigen. Hier findet man am Straßenrand auch die letzten Märchenstationen dieser Tour. Angekommen auf der Landesstraße oben nach links abbiegen und auf der linken Straßenseite, etwa 800 Meter, wieder zum Startplatz retour. Hier ist kein Gehsteig oder Radweg vorhanden, aber die Straßenführung ziemlich gerade mit relativ wenig Verkehr. Unterm Strich weitgehend ungefährlich.

Wer also eine kleine Wanderung mit einer kleinen Herausforderung sucht, ist mit dieser Tour gut beraten. Und als „Draufgabe“ gibt es, wie schon gesagt, viele, viele Märchen. Da wird der Erwachsene auch mal so richtig sentimental und mutiert mitunter wieder zum Kind.
Uns hat es unterm Strich gut gefallen, aber wir waren doch ein wenig überrascht, ob des Anstiegs. Mit dem haben wir nicht gerechnet. Wobei, wir haben die Route vorab ja auch nicht g’scheit angeschaut. Das hat Manuela nicht so toll gefunden, aber was solls. Mit Tempo-Reduktion und vermehrten Pausen ist es dann gegangen. Wieder ein wenig Training gemacht.
Günther Schranz, 16. August 2024
Info: Alle 38 Bilder dieser Wanderung findest du oben, beim Titelbild, als Galerie zum Weiterklicken.








































