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tschatschabing > Blog > Outdoor > Eine gemütliche Podlmeier-Hof-Runde in Güssing
Outdoor

Eine gemütliche Podlmeier-Hof-Runde in Güssing

Günther
Aktualisiert am 11. Juli 2025 19:05
von Günther
Veröffentlicht am 4. Januar 2025
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11 Min
Bild Index 1/38
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So gut drauf wie die Sonne am heutigen Tag war, konnten wir ja gar nicht anders, als uns dieser Laune anzupassen und ebenso den Sonnenschein bei einer Wanderung zu genießen. Selbst die frischen Temperaturen sollten uns heute nicht davon abhalten. Denn wozu gibt es die passende Kleidung.

Diese Tour auf Komoot:

Die gemeinsamen, passenden Parameter waren schnell beschlossen: Etwa fünf Kilometer lang sollte die Tour sein und nicht zu viele Höhenmeter umfassen. Und auch keine Weltreise dazu nötig sein. Fündig wurde ich rasch, ganz in der Nähe. In der Gegend im Nordosten von Güssing, beim „Podlemeierhof“ vorbei, waren weder Manuela noch ich bis jetzt gegangen

Am Start der Wanderung

Gesagt, getan. Ein Parkplatz war schnell in eine der Parkbuchten an der Bundesstraße Richtung Strem gefunden. Unweit von der landwirtschaftlichen Fachschule. Hier startet auch gleich unsere Wanderung, die Gasse gegenüber hinein, hinauf in den nordöstlichen Hotter unserer Bezirkshauptstadt.

Beide fest eingepackt in Winterjacke, Kapuze, Schal und mit guter Laune ausgestattet, nahmen wir gleich zu Beginn den steilsten Anstieg der Strecke in Angriff. Wenn wir diese ersten 500 Meter mal hinter uns hatten, verläuft der Rest der Tour relativ angenehm. Mit dieser Motivation im Kopf waren die knapp 20 Höhenmeter dann auch bald, in knappen 8 Minuten, geschafft.

Auch Manuela stand mir heute um nichts nach. Ich hatte kaum die Chance, einen Vorsprung heraus zu gehen, um ein paar Fotos von Ihr, beim Wandern, zu machen. Sie blieb mir dicht auf den Fersen. Und das ist gut so.

Du musst aber nicht extra schnell gehen!

Ich geh ganz normal!?!

Wie man lesen kann, auch mein gut gemeinter Hinweis auf gemächliches, gesundes Wandern half heute nix. Manuela war motiviert bis in die Zehenspitzen.

Altehrwürdiger Podlmeier-Hof

Nach dieser Anstrengung, flankiert von Bäumen und Gebüschen, öffnete sich das weite Land und lies einen schönen Blick über die ringsum liegenden Wiesen und Felder zu. Auch der Podlmeierhof war bereits zu sehen. Nebst einem herrlichen Ausblick auf die Burg Güssing. Und ganz viel Sonnenschein. So kann es bleiben.

Das altehrwürdige Gebäude des Podlmeierhofs hatte sichtlich auch schon mal bessere Tage erlebt. An vielen Stellen war bereits der Putz abgefallen und legte den Blick auf brüchiges Mauerwerk frei. Das Gras ringsherum dürfte, ob seiner Höhe, auch schon länger nicht gemäht worden sein.

Genutzt dürften die Stallungen aber nach wie vor werden. Was diverse Koppeln, vom Gebäude wegführend zu bestätigen schienen. Die dazu gehörigen Pferde waren allerdings nicht zu sehen. Vielleicht waren sie ja über den Winter woanders untergebracht? Wir werden es nie erfahren. 

Burgblick bei blauem Himmel

Ist aber jetzt auch nicht von Belang für uns. Wir hatten wieder ein „antikes“ Bauwerk von Güssing erkundet und lenkten unsere Schritte, nachdem wir einige Fotos geschossen hatten, bereits weiter auf unserer Route. Über das Land, einen Wiesenweg zum Wald hinauf, marschierten wir weiterhin scherzend dahin.

Auch unser kurzes Intermezzo betreffend der weiteren Route konnte uns den Tag heute nicht verderben. Zur Auswahl stand bis zum Wald hinauf zu wandern um dann am Waldrand, links weg, diesen entlang bis zur Bundesstraße zu wandern. Oder aber in den eben neu entdeckten Weg, hier gleich links hinein, zu gehen und damit ein Stück abzukürzen. Inklusive der Ungewissheit, wohin dieser Weg führt.

Zum Wald rauf?

„Zum Wald hinauf oder hier rein?“, stellte ich Manuela vor die wegweisende Wahl.
„Hier rein!“, kam, wie aus der Pistole geschossenen.

Wieso frag‘ ich auch. Wir hatten zwar erst 1,2 Kilometer (von knappen 5) absolviert aber Manuela hatte bereits Lust auf einen Kaffee. 

Mit diesem Hinweis war es zwecklos zu widersprechen. Meine Versuche zwecks Motivation, mit dem Hinweis auf mehr Bewegung wurden ganz, ganz schnell torpediert und mit einer „unmissverständlichen“ Drohung zunichte gemacht.

Ich weiß, wo dein Bett schläft!

Ein Argument, das Widerspruch zwecklos macht.

Also lenkten wir unsere Schritte den neuen Weg hinein. Weiterhin nicht minder gut gelaunt. Aber auch uns weiterhin wechselseitig nichts zu schenken. Was sich liebt, das neckt sich eben. So solls sein.

Frisch und lustig heute

Der offensichtlich frisch „gefurchte“ Weg erwies sich in weiterer Folge aber dann doch als „Weg ins Nirgendwo“. Aber immerhin war hier weiterhin fester Untergrund vorhanden. So marschierten wir hier im Schatten einer Baumgruppe zur Bundesstraße nach vor. Die Bäume boten immerhin Windschutz, aber deren Schatten führte aber auch dazu, dass uns beiden jetzt ein wenig fröstelte.

Von daher waren wir froh kurze Zeit später wieder in der Sonne und auf der Bundesstraße angelangt zu sein. Auch diese Challenge war geschafft. Die restliche Strecke sollte nun vom Untergrund her keine Überraschungen mehr bieten und durchgehend auf Asphalt zum Ziel führen.

Vorbei an riesigen Gewächshäusern

Nach einem kurzen Abschnitt auf der Freilandstraße, wo wir natürlich brav links, am Straßenrand, gingen, spazierten wir an der Ortstafel vorbei, wieder nach Güssing hinein. An der Tafel selbst war noch schnell Fotosession angesagt für Fotos Marke „Günthers Verrücktheiten“ und Manuelas Fotokünste. Muss sein!

Stetig bergab, Schritt für Schritt am Bürgersteig weiter, wanderten wir an alten und neuen Häusern vorbei, an schmucken kleinen Vorgärten und an den riesigen Glashallen (Gewächshäusern) der ansässigen Gärtnerei. 

Und je näher wir dem Zentrum kamen, desto größer wurde die Burg Güssing vor uns. Majestätisch auf ihren Vulkankegel thronend. Von meinereiner wird dieses Szenario nun natürlich oft fotografiert. Heute war ja auch ein extra tolles Licht für Fotos, seitens der Sonne, samt ziemlich klaren Luftverhältnissen.

„Weight-Watchers“ Geheimtreffen

Angekommen an der Straßenkreuzung am Ende der Gasse hatte ich dann ein Date. Mit einem anderen Mann, der allem anderen, als der Idealvorstellung eines Adonis entsprach. Richtige Speckringe zeichneten seinen blassen Körper. Und doch schien er selbstbewusst genug zu sein, diesen Umstand noch zu seinem Vorteil zu machen.

Die Rede ist vom „Michelin-Männchen“, das hier, vor dem hiesigen Reifenhändler tagein, tagaus stand. Lebensgroß. Grund genug, mit ihm zu „kuscheln“ und das von Manuela verewigen zu lassen.

Hier an der Kreuzung befindet sich auch das „Auswanderer-Museum“. Ein Besuch dessen steht bei uns auch noch am Plan. Seit Jahren. Aber bis jetzt haben wir es noch nicht geschafft. Werden wir aber auch noch. Aber heute nicht.

Auswanderer Museum

Mittlerweile waren wir eine knappe Stunde „On Tour“ und die Lust auf Kaffee beim Manuela war nicht kleiner geworden. Und natürlich wollte sie hier, an der Kreuzung, gleich links weg, direkt zum Auto wandern.

„Wir müssen hier nach vor bis zum Kreisverkehr!“, wies ich Manuela an.
„Aber das Auto steht in dieser Straße!“, kam als Konter.
„Unsere Route geht aber da vorne links hinein!“, entgegnete ich abermals.
„Das ist dann aber eine längere Strecke!!!“, „bockte“ Manuela künstlich.
„Das hast du vollkommen richtig erkannt, mein Schatz.“, feixte ich zurück.

Dem angedeuteten Faustschlag entging ich nur knapp, aber immerhin.

Dafür krieg ich aber auch eine Torte zum Kaffee!

Ja, natürlich!

Wie ich schon sagte: Widerspruch zwecklos. Wo mein Bett schläft …

Kreisverkehr, Symbol und Burg

Die Vorfreude auf die Torte schien jedenfalls ihren Zweck zu erfüllen und schon wanderten wir die längere Schleife zum Auto. Bis zum Kreisverkehr, mit dem Markenten Symbol Güssings, dem riesigen Wassertropfen, nach vor und dann links weg, die Gasse hinein am Gebäude der örtlichen Feuerwehr vorbei.

Steigungen waren hier keine mehr vorhanden und so ging es auch das finale Stück zum Auto flott und gut gelaunt dahin. Die Gasse entlang bis zur Strem. Bei hier positionierten Rastplatz, den wir natürlich jetzt nicht mehr in Anspruch nahmen, abermals links weg um dann in einer Art „stufenform“ links, rechts, links, rechts die Gassen zurück zum Auto zu wandern.

Zwei Pferde zum Tour-Abschluss

Auf den letzten Metern wandern wir noch bei der landwirtschaftlichen Fachschule und dem „Schmankerl-Eck“ vorbei. Auch diese Gastronomie müssen wir noch besuchen und ausprobieren. Hach, wir haben noch so vieles vor. Aber ist doch gut so oder? Besser zu viel als zu wenig. Und speziell, wenn es um Kulinarik geht, sollten wir das doch schaffen. 

Nach einer guten Stunde, bzw. 4,4 Kilometern waren wir wieder bei unserem Vehikel angelangt. Am Hügel oberhalb grasten gerade zwei Pferde, die Sonne sendete nach wie vor ihre Strahlen und meinte es heute gut mit uns. Ein richtig toller Tag, gleich zu Jahresbeginn.

Jetzt störten uns auch die frischen Temperaturen nicht mehr. Wir saßen ja bereits im Auto. Und freuten uns auf Kaffee. Und Torte. Und weitere Sticheleien. So wie wir eben sind. Wäre ja langweilig sonst.

Alles Liebe zu euch, bis zur nächsten Tour!

Günther Schranz, 4. Januar 2025

Info: Alle 38 Fotos dieser Tour findest du in der Galerie am Titelbild.

Die Geschichte vom Märchenwanderweg in Inzenhof
Wanderung in Neustift, mit Gruselfaktor
Kurioses, Kultur & Natur in Altenmarkt bei Fürstenfeld
Knackige Tour von Eltendorf auf den Käferberg
Runde von Jennersdorf über Harterberg und Grieselstein
Links:Stadtgemeinde GüssingAuswanderer Museum
Quellen:WalkmanKomoot
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vonGünther
Begeisterter Wanderer und Bademantel-Fanatiker mit Hang zur Selbstüberschätzung. Kocht ausserdem gerne, ist leidenschaftlicher Autofahrer und vergräbt sich auch mal stundenlang vor dem Bildschirm um sich danach im vollbrachten Werk zu sonnen.
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