Unser täglich Brot gib uns heute

Manuela
von Manuela
5 Min

Der Brot-Backautomat

Das Leben mit meinem Weggefährten ist schon spannend. Aufgrund einiger seiner nahrungstechnischen Unverträglichkeiten haben wir uns entschlossen, einen Brotbackofen zu organisieren und unser täglich Brot selber zu backen. 

Nach längerem Überlegen und tagelangem Recherchieren ist Günther zu dem Schluss gekommen, dass das Modell Panasonic SC-ZB2512 der Richtige für uns war. 

Hört sich fast wie R2D2 an!

… spricht der „Trekkie“ in mir.

Hierbei muss ich zugeben, dass ich zuerst nicht ganz so begeistert war, noch ein Riesengerät in der Küche stehen zu haben. Aber im Nachhinein bin ich froh, dass  mein Holder einfach über mich hinweg entschieden hat.

Nach ein paar seiner glutenfreien Brotbackmischungen, die sehr leicht und für mich nicht ausgiebig waren, habe ich dann doch einmal ein Rezept aus dem dicken Schmöker vom „Bedienungsanleitung und Rezepten“-Handbuch herausgepikt. Dick deshalb, weil natürlich etliche Sprachen vertreten sind. Aber egal. Da hat man dann wenigstens etwas in der Hand und verschwindet nicht im Bücherregal. 

Die Mitarbeiter von Panasonic haben sich da wirklich Gedanken darüber gemacht. Das A4-Format mag für manche groß erscheinen, aber für mich gerade richtig, da ich nicht ewig blättern mag. Laut Inhaltsangabe sind auf den ersten fünf Seiten die Sicherheitsangaben und die schematische Ansicht des Gerätes schnell und verständlich erklärt.

Danach ist der Inhalt gefüllt mit nützlichen Informationen übers Brotbacken inkl. Rezepten und den verschiedensten Programmen, welcher dieser Ofen zu bieten hat. Immerhin gibt es 33 verschiedene Programme, mit denen man arbeiten kann. Die Backzeit kann man – wenn man will – individuell anpassen.

Auch wenn der Panasonic hauptsächlich fürs Brotbacken gedacht ist, kann er noch anderes, wie Teige ohne dem Backen fertigen, Kuchen kneten oder auch Marmelade und Kompotte zubereiten. Einfach eine geniale Sache. 

Zum Schluss des Handbuches gibt es noch die üblichen Pflegetipps und Fehlerbehebungen, welche sich nicht nur auf das Gerät beziehen. Mittlerweile wissen wir, dass Brotbacken eine Kunst darstellt. 

Nach etlichem Experimentieren habe ich für uns folgendes Brotrezept notiert:

Zutaten:

200 g Roggenmehl
400 g Dinkelmehl
20-30 g Sonnenblumenkerne
1 TL Salz
Kümmel
Thymian oder Oregano oder Anis (je nach Geschmack)

Alle Zutaten in einer Schüssel geben und mit einem Löffel gut durchmischen. 
Die Masse sollte insgesamt 650 g haben.

Zubereitung: 

Knethaken in den Brotbackbehälter geben. 
550 ml Wasser einfüllen. 
Trockenmasse aufs Wasser geben.
Ein Päckchen Trockengerm über die Trockenmasse streuen. 
Rein in den Panasonic und zuerst den Teig mit Programm 19 mit vorgegebener Zeit machen. (2 Std. 20 Min.)
Anschließend das Programm 18 mit 1 Stunde und 25 Minuten starten.

Nach dem 2. Piepsen ist das Brot dann fertig. 

Den Deckel öffnen, einige Minuten abkühlen lassen und dann auf zwei Blätter Küchenrolle stürzen. Die Restfeuchtigkeit ausdunsten lassen und erst dann umdrehen und mit einem frischen Geschirrtuch zudecken und weiter auskühlen lassen.

Das Ergebnis ist ein geschmackvoller Brotziegel, der im Vergleich zu gekauftem Brot fast eine Woche hält, bevor es hart wird oder zu schimmeln anfängt. 

Das Geniale: 
Die Vorbereitungen sind innerhalb von 5 Minuten erledigt. Da das Gerät, wenn es fertig ist, jedes Mal piepst, braucht man sich keine Gedanken darüber zu machen. 

Tipp:
Die Zeit beim Teigzubereiten, sollte man ein wenig im Auge behalten. Uns ist schon einmal der Teig vom Gehen übergegangen, weil wir im Garten gearbeitet haben und den guten Panasonic einfach vergessen haben. Aber selbst das war nicht so wild. Den Teig mit einem Holzlöffel ein bisschen picksen, eventuell nachgehen lassen (dabei bleiben – nicht, dass er noch einmal übergeht!), backen lassen und das Gerät anschließend putzen, ist auf jeden Fall einfacher, als den Teig gleich wegwischen zu wollen. Ich kann mir vorstellen, dass das ein Geschmiere wird.

Und wenn jetzt jemand die Muse findet…

Viel Spaß beim Backen!

Manuela Riegler, 17. Mai 2022

Artikel teilen
Detailverliebte Malerin und Meisterin der sprunghaften Wortakrobatik. Liebt beim Wandern die Pausen und ist sich nicht zu schade, dazu kilometerweit zu gehen. Ausserdem Marathon-Häklerin, kreative Fliessband-Bastlerin und Visionärin ätherischer Öl-Mischungen.
Keine Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.