Es gibt im Leben auch mal schlechte Tage. Und es gibt Tage die jenseits davon sind.
Tage, die das Leben vollkommen auf den Kopf stellen.
Aus denen Wochen, Monate, Jahre werden, wo nachher nichts mehr so ist, wie es vorher war.
Und auch nie mehr so sein wird.
Im folgenden Beitrag habe ich meine Texte zusammengefasst, die ich auf der Facebook-Seite von Manuela veröffentlicht habe. Das war meine Art mit diesen Tagen und Wochen umzugehen.
Mein Tagebuch einer zeitlosen Zeit.
- Tag X | Pfingstsonntag, 28. Mai 2023
- Tag 1 | Pfingstmontag, 29. Mai 2023
- Tag 2 | Dienstag, 30. Mai 2023
- Tag 3 | Mittwoch, 31. Mai 2023
- Tag 4 | Donnerstag, 1. Juni 2023
- Tag 5 | Freitag, 2. Juni 2023
- Tag 6 | Samstag, 3. Juni 2023
- Tag 7 | Sonntag, 4. Juni 2023
- Tag 8 | Montag, 5. Juni 2023
- Tag 9 | Dienstag, 6. Juni 2023
- Tag 10 | Mittwoch, 7. Juni 2023
- Tag 11 | Donnerstag, 8. Juni 2023
- Tag 12 | Freitag, 9. Juni 2023
- Tag 13 | Samstag, 10. Juni 2023
- Tag 14 | Sonntag, 11. Juni 2023
- Tag 15 | Montag, 12. Juni 2023
- Tag 16 | Dienstag, 13. Juni 2023
- Tag 17 | Mittwoch, 14. Juni 2023
- Tag 18 | Donnerstag, 15. Juni 2023
- Tag 19 | Freitag, 16. Juni 2023
- Tag 20 | Samstag, 17. Juni 2023
- Tag 21 | Sonntag, 18. Juni 2023
- Tag 22 | Montag, 19. Juni 2023
- Tag 23 | Dienstag, 20. Juni 2023
- Tag 24 | Mittwoch, 21. Juni 2023
- Tag 25 | Donnerstag, 22. Juni 2023
- Tag 26 | Freitag, 23. Juni 2023
- Tag 27 | Samstag, 24. Juni 2023
- Tag 28 | Sonntag, 25. Juni 2023
- Tag 29 | Montag, 26. Juni 2023
- Tag 30 | Dienstag, 27. Juni 2023
- Tag 31 | Mittwoch, 28. Juni 2023
- Tag 32 | Donnerstag, 29. Juni 2023
- Tag 33 | Freitag, 30. Juni 2023
- Tag 34 | Samstag, 1. Juli 2023
- Tag 35 | Sonntag, 2. Juli 2023
- Tag 36 | Montag, 3. Juli 2023
- Tag 37 | Dienstag, 4. Juli 2023
- Tag 38 | Mittwoch, 5. Juli 2023
- Tag 39 | Donnerstag, 6. Juli 2023
- Tag 40 | Freitag, 7. Juli 2023
Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Texte und Bilder:
Der Fliesstext ist der wiedergegebene Text aus dem Facebook Kommentar Bereich.
Die Bilderkästen mit grau hinterlegtem Text sind die geposteten Bilder samt Bildbeschreibung.
Die apostrophierten Zitate sind ebenso Teil der Bilder.
Tag X | Pfingstsonntag, 28. Mai 2023
Heute morgen stolperte Manuela ins Wohnzimmer und klagte über starke Kopfschmerzen. Was zunächst wie eine typische Migräne begann, die sie mitunter schön öfters gehabt hatte, verschlimmerte sich zusehends.
Ein paar Stunden später wurde ich auf der Intensivstation des Krankenhaus Güssing gerufen um ihre persönlichen Sachen entgegen zu nehmen und eine Verfügung zu unterzeichnen. Danach wurde sie mit dem Helikopter in das Universitätskklinikum Graz geflogen.
Diagnose Gehirnblutung. Bzw. Aneurysma.
Unsere letzten gewechselten Worte waren:
„Schatz, kommst du mit Gabriel alleine klar?!“
„Ja sicher, aber nur vorübergehend.“
„Ich liebe dich!“, „Ich dich auch!“
Dann schlief sie ein.
Ich komme nach Hause und informiere Junior. Er nimmt es relativ gefasst, ohne große Gefühlsausbrüche, auf.
Später am Tag informiere ich telefonisch ihre Eltern. Mehr ein Pflichtanruf, ob der distanzierten familiären Situation. Ist mir in dem Moment aber auch ziemlich gleichgültig.
Abends rufe ich in der Klink in Graz an, bekomme aber keine Informationen. Die Operation sei noch im Gange.
Mir ist heute alles irgendwie gleichgültig.
Tag 1 | Pfingstmontag, 29. Mai 2023
Leer. Weinkrämpfe. Viele Gespräche mit Junior. Wieder leer.
Den Tag verbringe ich irgendwie lethargisch. Mal vor dem Mac sitzend. Und ins Leere starrend. Mal vor dem Tv sitzend. Und ins Leere starrend. Versuche mich abzulenken. Funktioniert nicht.
Später rufe ich in der Klink an.
Keine schlechten Nachrichten: Die Operation sei gut verlaufen.
Keine guten Nachrichten: Manuela wurde in den künstlichen Tiefschlaf, ergo Koma, versetzt.
Im OP-Bericht finde ich später den Eintrag:
Schnittzeit: 28.05.2023, 14:55 Nahtzeit: 28.05.2023, 20:53
Also 6 Stunden Operation … heftig.
Manuela liegt nun auf der Intensivstation. Keiner der Ärzte kann mir eine Perspektive geben.
Warten. Das ist im Moment alles, was man tun kann.
Tag 2 | Dienstag, 30. Mai 2023
Ein Tag, der an mir irgendwie wie ausserhalb der Zeit vorbei geht. Ich kann nicht anderes tun als warten. Ich versuche mich mit irgendwas zu beschäftigen, falle aber dennoch immer wieder in Mischung aus Weinkrämpfen und Nachdenken hinein. Suche nach Antworten auf meine Fragen. Finde aber keine.
Aber Nichtstun ist keine Option. Irgendwas muss getan werden. Irgendwas muss ich doch dazu beitragen können. Ich erinnere mich an Wort wie „Energie“. An Dinge die wir nicht verstehen und die dennoch täglich passieren. An Dinge mit denen ich mich vor vielen Jahren beschäftigt hatte. Meine Gefährtin braucht Energie. Positive Energie in jeder verfügbaren und erdenklichen Form.
Aus diesen Gedanken entstand die Idee eine Facebook-Seite einzurichten und Energie zu sammeln. Gedanken, Kommentare, Wünsche, Genesungswüsche – alles, das eine starke Kraft hat. Und Manuela hoffentlich irgendwie erreicht.
Also begann ich noch am selben Tag die Seite „Energie für Manuela“ einzurichten.
Nachfolgend habe ich nun alle Beiträge aus dieser Seite hier veröffentlicht.
Tag 3 | Mittwoch, 31. Mai 2023
Du gehst gemeinsam wandern, du hast Spaß und lebst gemeinsam deinen Traum. Keine Anzeichen von irgendetwas … und plötzlich, ohne Ankündigung, von einem Moment auf den anderen, ist alles anders. Und du kannst nur mehr gelähmt zusehen, wie deine geliebte Gefährtin auf der Intensivstation um ihr Leben kämpft.

Manuela hat eine Hirnblutung erlitten. Mit starken Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert, wurde sie schnell in die Universitätsklinik überstellt und operiert. Nun liegt sie im Tiefschlaf und kämpft.
Mit dieser Seite versuche ich jede auch nur erdenkliche Möglichkeit zu nutzen, um ihr Kraft und oder Energie zu senden. Ich hoffe, dass jedes „like“ ein weiterer Schritt zur Heilung ist. Manuela glaubt an Energie. Es ist daher unwichtig, ob du daran glaubst. „Es muß nur von Herzen kommen und ehrlich sein“, darf ich sie zitieren.
Jeder weitere Tag, den sie übersteht, ist ein weiterer Schritt zurück ins Leben. Laut Klinik sind die ersten 3 Wochen entscheidend. Und von diesen schreiben wir aktuell, heute am 31.5.2003, den Tag Nummer 3 (von 21). Ihre Situation ist nach wie vor im sehr kritischen Stadium.

Bitte „liked“ diese Seite, oder – noch besser – postet einen energiespendenden Kommentar, je ehrlicher, je lieber. Vielleicht kennst du sie ja und möchtest einfach wieder mal hallo sagen. Oder dich für irgendetwas aus der Vergangenheit entschuldigen. Tolle Gelegenheit, das ist Energie hoch 3. Oder du möchtest ihr einfach alles Gute wünschen. Gerne! Und selbst wenn du etwas Kritisches zu sagen hast. Alles gerne gesehen. Ehrlich und von Herzen. Und auch wenn du sie nicht kennst, like oder sende einfach einen Kommentar, ein wenig positive Energie. Für den gütigsten und herzlichsten Menschen, den ich kenne. Und liebe.
Ich, ihr Gefährte bin jeden Tag bei ihr auf der Intensivstation und werde ihr alle Kommentare vorlesen. Auch wenn sie noch im Tiefschlaf liegt – wenn es so sein soll wird sie es mitbekommen.
Darum bitte ich euch von ganzen Herzen. Lasst mich stundenlang vorlesen müssen.
Dafür danken euch Günther, der Gefährte und Gabriel, der Sohn.
Nachtrag: Mag sein, dass dies ein ungewöhnlicher Weg ist, um durch Energie über Web die Möglichkeit einer Heilung noch besser und oder schneller herbeizuführen, aber könnte ich damit leben nicht jede Möglichkeit genutzt zu haben? Nein. Da ist es mir lieber alles Erdenkliche einzustecken, wenn es vielleicht meiner Gefährtin irgendwie hilft. Danke für euer Verständnis.

Auch habe ich vor jeden Tag ein neues lebensfrohes Foto von Manuela oder uns zu posten – so wie wir einfach sind! Hier eines das noch keine 2 Wochen alt ist … voller Lebensfreude, bei unserer Wanderung.
Ich weiss du schaffst es, Maus – ich glaube dran!
Tag 4 | Donnerstag, 1. Juni 2023
Heute durfte ich etwas länger auf der Intensivstation bleiben und habe Manuela all eure Kommentare vorgelesen. Die von hier, die per Mail und Nachricht kamen. 100.000 Dank dafür, bitte macht auch weiter. Die Lage ist weiterhin unverändert. Manuela liegt ihm Tiefschlaf. Angeschlossen an Beatmungsmaschine und diverse andere Apparaturen. Als ich so bei ihr saß, hatte ihr Schlaf fast etwas Friedliches. Wenn da nicht die Umgebung und der ausschlaggebende Grund dazu gewesen wäre.
Halte durch, meine Maus. Du schaffst es. Jeden Tag ein Stück weiter zurück ins Leben. Ich freue mich so auf den Tag, an dem sie all dies hier lesen kann und damit weiß wie viele Menschen ihr beigestanden haben. Und sei es nur im virtuellen Sinn. Energie kennt keine Grenzen. Meine Liebe auch nicht. Love you.
„Sing it … like Janis! Yeah!“ … ein Foto von unserer letzten gemeinsamen Wanderung, vor etwa 2 Wochen.
Das war ein Spaß, nachdem Manuela mich zuerst verflucht hat ob der Steigung am Beginn der Strecke. Aber es war ein herrlicher Family-Nachmittag zu dritt, samt Eis danach.
Love you, my Janis

Tag 5 | Freitag, 2. Juni 2023
Heute durfte ich Manuela alle eure Kommentare vorlesen. Satte 35 Minuten lang. Und da war alles darunter. Glückwünsche, Genesungswünsche, Aufbauendes, Fröhliches und Herzzerreißendes. Ich danke euch dafür!
Mir fehlen grade ein wenig die Worte und ich freue mich schon Manuela heute ganze 16 A4 Seiten an Kommentaren und Nachrichten vorlesen zu dürfen … danke das ihr meinen Wunsch erfüllt mich ewig lange vorlesen zu lassen und ich bin sicher, Manuela wird es mitbekommen
Und heute hatte ich auch das erste Mal das Gefühl, das mich Manuela „hört“. Als ich kam, war ihr Gesicht noch schweißbedeckt, was sich aber während des Vorlesens legte, und ihr schöner Teint kam zum Vorschein. Und selbst wenn es nur Einbildung war – es war ein Anfang.
Vom Status her hat sich nicht grundlegend viel verändert. Manuela liegt weiterhin im Tiefschlaf. Aber zumindest heute keine Gefäßkrämpfe. Also durchaus ein vorsichtig positiver Tag. Das hat uns allen gutgetan.
Ich liebe dich meine Maus. Und wenn du genug geschlafen hast, starten wir gemeinsam „Life 2.0“!
Dafür danken euch Günther, der Gefährte und Gabriel, der Sohn.
Nachtrag: Mag sein, dass dies ein ungewöhnlicher Weg ist, um durch Energie über Web die Möglichkeit einer Heilung noch besser und oder schneller herbeizuführen, aber könnte ich damit leben nicht jede Möglichkeit genutzt zu haben? Nein. Da ist es mir lieber alles Erdenkliche einzustecken, wenn es vielleicht meiner Gefährtin irgendwie hilft. Danke für euer Verständnis.

Das Foto ist ein paar Jahre alt, vom Stubenbergsee. Selbst bei Regenwetter haben wir Spaß beim Spazieren und Manuela ist nie um eine Grimasse verlegen. Und da wartet noch ein ganzer Komödienstadl von Grimassen auf uns.
We will do it! Just like the way we are.
„Surfin‘ Stones“ … aus dem Jahr 2019.
Am Aussichtshügel „Guglhupf“ bei Bernstein, mit Manuela & Junior.
Da war er noch klein … jetzt hat er Mama schon überholt.
Das Wetter, die Stimmung, alles perfekt.
Und so wird es wieder sein.
„Surfin‘ back to life“.

Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Der wundervollste Morgen
Tag 6 | Samstag, 3. Juni 2023
Zurück aus der Klinik. Und wieder eure vielen, vielen Nachrichten und Kommentare vorgelesen. Wieder über eine halbe Stunde … toll. Heute hat mich dabei auch Junior unterstützt. Mal hat er eine Seite gelesen, dann wieder ich eine Seite.
Manuelas Status ist unverändert. Tiefschlaf. Sanft und friedlich.
Morgen ist dafür wieder ein wichtiger Tag: CT steht an.
Auf meine Frage, ob Patienten im Tiefschlaf Muskeln bewegen können, sagte die Ärztin, normalerweise nicht. Und doch war da was … dreimal … ein leichter Druck mit ihrem Daumen, von ihrer Hand die ich hielt beim Vorlesen. Ganz sanft …

Unsere stundenlangen Snooker Sessions, meist vorm TV, gespanntes mitfiebern bei Ronnie O’Sullivan & Co. Aber auch mal real, so wie am Bild.
Und ja, auch das war dir nicht zu schwer. Nur ab und zu, wenn der Weg zu lang war, brauchtest du Hilfe.
Uns wird kein Weg zu lang sein. Ich bin dein Hilfs-Queue im richtigen Leben, der dir Geleit gibt und dich unterstützt. Ohne dabei deinen Willen, dein Ziel, zu verändern. Wenn du glaubst das die Kugel dort rein muß – muß sie dort rein. So haben wir das immer gemacht. Das hat uns immer stark gemacht. Und das bleibt so.
Die Tischlerin Manuela, aus dem Jahr 2020 … Bürokauffrau, Heilmasseurin, Autorin, Malerin, Designerin … und zuletzt eben auch noch Tischlerin!

Was hast du in deinem Leben nicht schon alles gemacht. Und alles mit Abschluss, ohne aufzugeben! Ja, es waren Momente dabei, wo du am liebsten alles hinschmeissen wolltest. Aber das hast du nicht! Niemals! Und auch diesen Teil von dir liebe ich so sehr und genau dieser Teil wird jetzt wieder gebraucht! Für dich, für uns!
Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Schlaf
Tag 7 | Sonntag, 4. Juni 2023
Die erste Woche ist überstanden. Mit gemischten Gefühlen.
Nach dem CT heute ist ein Aufwachen noch in weiter Ferne. Zwar keine Verschlechterung aber die Schwellung ist nach wie vor akut. Für mich ein kleiner Rückschlag, hatte ich mir doch vom CT mehr erhofft. Aber so ist es nun mal.
Geduld ist nun, laut Krankenschwester, vonnöten.
Eine Eigenschaft, die ich erst sehr viel näher kennen lernen muss.
Schlaf weiter, meine Maus. So lange, wie du brauchst.

Ein Drittel der 3 Wochen ist mit dem heutigen Tag überstanden. Und ich habe ein gutes Gefühl. Mindestens so gut wie der Zitronenkuchen den du so gerne bäckst.
Das Foto ist zwar bereits 8 Jahre alt, aber du hast nichts von deinem Glanz verloren. Im Gegenteil, mit jedem Tag ein bisschen mehr dazu gewonnen.
Und schau dich um … jeden Tag warten auch hier mehr Menschen auf dich, um deine Rückkehr zu feiern. Das wird ein Fest!
Unsere ersten gemeinsamen Weihnachten … da war Geld noch knapp, aber ich habs geschafft am 23ten, bis spätabends, noch 3 Skiausrüstungen über willhaben aufzutreiben. Und die Überraschung ist ziemlich gelungen. Aber am meisten hab ich mich sichtlich selber gefreut eure Augen leuchten zu sehen.

Ein besonders toller Schnappschuss ist Junior da gelungen. Und am nächsten Tag ging’s auf die Piste. Junior & ich freuen uns schon auf unser nächstes X-Mas zu dritt.
Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Dialog mit der Anderswelt
Tag 8 | Montag, 5. Juni 2023
Heute ist der achte Tag. Es ist morgens. Ich bin vorhin aufgewacht. Und es regnet. Eine eigenartige, konzentrierte Stimmung, so ganz anders als der Sonnenschein der letzten Tage. Als ob sich jemand „da oben“ dafür entschuldigen möchte, dich mal für eine Weile „ausgeliehen“ zu haben. Aber vielleicht wirst du ja grad dort gebraucht? Zuzutrauen ist es, wem auch immer, allemal.
Wir leben eben in Zeiten der Kurz- und Leiharbeiter. Wusste nur nicht, dass die Obrigkeit da auch mitmacht. Du bist eben ein begehrtes Wesen. Damit werde ich leben müssen. Und es ist ok, wir haben ja einen Deal: das du nach getaner Arbeit wieder zurückkommst. Aber wie ich dich kenne, dauert das noch ein wenig. Halbfertige Dinge sind nicht so deins. So kenne ich dich. So liebe ich dich.
Ich freu mich schon wieder darauf, dich wieder zu sehen. In ein paar Stunden darf ich wieder deine Hand halten und dir vorlesen, dir davon erzählen, was es bei uns, im Männerhaushalt Neues gibt und dich spüren. Bis nachher.

Diese Augen … ja genau das sind sie, in die ich vollends reingekippt bin. Auch noch 8 Jahre nach diesem Foto. Damals auf der Burgruine Kirchschlag. Wie denn auch anders? Du hast mir ja nicht die geringste Chance gegeben. Und dafür bin ich dir dankbar.
Auch wenn die Jahre vergeh’n und wir beide gemeinsam irgendwann alt und runzlig werden. Deine Augen bleiben ewig jung.
„woman @ work“ … auch das ist Manuela – eine echte „Self-Made-Woman“. Alte Weingarten-Steher für den eigenen Garten holen … „Wo liegt das Problem?“ … da hab sogar ich blöd geschaut, wie schnell die auf den Hänger geladen waren.

Und das war nur eine Tour von ganzen 5. „Come on, Baby – Gemmas an!“ So ähnlich waren ihre Worte. Was sie genau gesagt hat, wird sie uns sagen, wenn sie das liest.
Bin wieder zurück aus dem Universitätsklinikum in Graz. Diesmal durfte ich ein wenig länger bleiben. Und habe Manuela natürlich wieder eure tollen Kommentare vorgelesen. Allerdings hat die Zeit dann dennoch nicht gereicht, so zahlreich sind sie mittlerweile. Und für jeden Einzelnen bedanke ich mich von ganzem Herzen.
Manuelas Zustand ist unverändert stabil und sie befindet sich weiterhin im Tiefschlaf. Vorerst ist auch kein Aufwecken in Sicht. Und auch sonst ist ihre Erscheinung unverändert schön … hab dich lieb. „We stay strong!“
Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Gedanken ins Traumland
Tag 9 | Dienstag, 6. Juni 2023
Rückschlag. Manuela liegt weiterhin im künstlichen Koma. Und ihr Zustand hat sich heute, mit dem Auftreten von massiven Gefäßkrämpfen, verschlechtert.
Das diese Gefäßkrämpfe in den drei Wochen nach dem Vorfall immer wieder eintreten können, darauf hatten die Ärzte bereits zu Beginn hingewiesen. Aber wenn es dann tatsächlich passiert … schmeißt es einen ein wenig aus der Bahn. Vor allem wenn man beim Besuch merkt, wie der Körper, wie der geliebte Mensch, kämpft.
Halte durch mein Schatz. Gemeinsam schaffen wir’s

Manuela ist für jeden Spaß zu haben und macht auch mal am Kinder-Kart eine tolle Figur. Das war 2015 im „Dschungelpark“ Wr Neustadt. Das war eine Gaudi damals. Und nicht nur für Junior ein Highlight.
Die Fotos von der Hüpfburg spar ich mir hier lieber, sonst krieg ich einen Z’sammschiss. Oder soll Ichs doch posten? Damit du einen Grund hast schnellstmöglich aufzuwachen, um mir in den Hintern zu treten. Whatever, you’re my unspoken passion.
Einfach du … entspannt, glücklich, und neckisch. Und dazu noch ziemlich hübsch. My Lady. Das war im Herbst 2018, bei einer Runde um den romantischen Fischteich, im Wald bei Rotenturm. Und danach auf einen Kaffee ins KOI.

Schatz? Du weisst schon das wir noch nicht alle Fischteiche durch haben? Mit ein Grund zum Aufwachen. Der Kaffee wartet …
Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Zur Zeit
Tag 10 | Mittwoch, 7. Juni 2023
Ab heute werden die Tage zweistellig. Und etwa die Hälfte der prognostizierten drei Wochen ist vergangen.
In der Klinik gibt es nichts Neues. Zu gestern unverändert, aber zumindest sind die, nach wie vor latenten, Gefäßkrämpfe nicht schlimmer geworden.
Manuela wirkte auf mich ruhiger und schlief irgendwie entspannter. Nicht so aufgewühlt wie gestern.
Ich hoffe, das ist ein gutes Zeichen. Und habe natürlich wieder Nachrichten und Kommentare vorgelesen.
Aber nicht alle.
Heute wollte einfach mal mit ihr „alleine sein“ und über Gott und die Welt reden … hat gut getan.
Und ein paar Minuten lang auch einfach nur gemeinsam schweigen.
Meine eigene Therapie quasi. Mir gab es Kraft. Und ich glaube Manuela auch. „We stay still strong“.

Du gibst so viel … und nimmst so wenig. Und ziehst Menschen an mit deinem Lachen. So wie hier in Weiz, vor ein paar Jahren. War das ein Spaß mit der Kellnerin und ein wirklich schönes Foto.
So bist du … Schatz? Jetzt ist es an der Zeit zu nehmen … deine Zeit. All die Energie die du kriegen kannst. Take it & make it. Just for you.
Nein, das ist nicht „Mariandl“ und auch nicht in der Wachau … aber sehr wohl auf der Donau. Manuela am Twin-City-Liner auf unserer Fahrt von Wien nach Bratislava und retour. Wir haben es genossen. Und sind wieder gut zurück gekommen. Also Schatz, wir sind noch immer von jeder Reise zurückgekommen! Klingelt’s?

Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Friedlich und Sanft
Tag 11 | Donnerstag, 8. Juni 2023
Die Tage vergehen im Moment für mich sehr langsam, aber der Zustand von Manuela bleibt weitgehend gleich. Von kleinen „Auf und Abs“ abgesehen stabil. Jedoch auch leider weiterhin begleitet von, mehr oder weniger regelmäßigen, Gefäßkrämpfen.
Heute konnte ich nicht persönlich zu Manuela. Es hat, laut Information bei der diensthabenden Schwester, eine Terminkollision mit einer Untersuchung gegeben. Und auch nach zwei Stunden Warten unsererseits, hat sich das nicht geändert. Dabei wäre heute Junior auch dabei gewesen. Schade. Und irgendwie seltsam. Gerade wenn wir zu zweit sind.
Also sind wir, nach einem Kaffee in Graz und unverrichteter Dinge wieder nach Hause gefahren. Für die nächste Zeit ist nun immer Anrufen vorher angesagt, um Derartiges zu vermeiden. Ich persönlich glaube ja, dass die Schwestern nicht damit gerechnet haben, dass ich tatsächlich jeden Tag vorbei komme. Aber nun dürften sie mich ernst nehmen.
Mittlerweile sind auch insgesamt bereits 2000 Kilometer an Fahrtstrecke überschritten. Aber jeder davon war es wert. Die Reise geht weiter … für jeden von uns. Manuela in ihrer Welt, ich auf den irdischen Wegen. Bis zum Ziel.

Zertifizierte Heilmasseurin und Energetikerin … auch das ist Manuela.
Hier ein Foto von ihrem Infostand der Aktion „Gesundes Dorf“ aus dem Jahr 2013. Wie vielen Menschen hat sie dabei Gutes getan.
Mehr als ihr selbst gut getan hat. Chronische Handgelenksschmerzen und berufliche Veränderung folgten. Aber können, tut sie es heute noch, ich weiß das. Und was war ich stolz, damals ihren Messeständer designen zu dürfen. Meine Königin.
Zertifizierte Heilmasseurin und Energetikerin … auch das ist Manuela.
Hier ein Foto von ihrem Infostand der Aktion „Gesundes Dorf“ aus dem Jahr 2013. Wie vielen Menschen hat sie dabei Gutes getan.

Step by step sind wir über die Jahre ganz andere Höhen rauf gekraxelt. Zusammen geht das. Alles. Selbst den Himmel haben wir gemeinsam „bezwungen“. Über den Wolken, im Flieger.
Tag 12 | Freitag, 9. Juni 2023
Es bleibt, wie es ist. Im Moment geht „gar nichts weiter“. Situation stabil oder stagnierend. Wie man es sehen möchte. Weiterhin begleitet von Gefäßkrämpfen.
Allerdings hatte ich heute ein aufklärendes Gespräch mit einem Arzt. Ich möchte jetzt nicht ins Detail gehen, aber mehr als die Hälfte der Menschen, die eine derartige Blutung erleiden, schaffen es nicht mehr bis ins Krankenhaus. Ein weiterer, nicht unerheblicher, Prozentsatz nicht über die ersten Tage hinaus. So die Ausführungen des Arztes. Hinzu kommen noch die erwähnten, anhaltenden Gefäßkrämpfe, wo jeder für sich, eine pathologische Auswirkung auf kleine, oder größere Teile und/oder Regionen des Gehirns haben kann.
Und all diesen Widrigkeiten zum Trotz: Wir schreiben heute bereits Tag 12. Es ist zwar noch nicht ausgestanden. Noch lange nicht. Aber Schatz …. du bist in der Spitzengruppe. Dort wo du hingehörst! Eine echte Kämpfernatur! Ich warte bereits auf dich, an der Ziellinie. Ohne jeglichen Zweifel. Weil ich weiß, dass du Dinge zu Ende bringst. So wie du sie haben möchtest.
An dieser Stelle möchte ich aber auch alle anderen erwähnen, die heute ebenso, irgendwo auf der Welt, „Teilnehmer“ dieses Feldes sind, unabhängig von der Ziellinie. Viel Kraft und Respekt für jeden einzelnen Schritt. Verliert den Glauben nicht!
Ich bin mir sicher, dass du das ebenso erwähnen würdest, Babe, weil Dankbarkeit Teil deines wunderbaren Wesens ist. Wir schaffen das!

2018 … was war das für ein Jahr!
Wir wollten nach Südamerika auswandern, saßen schon im Flieger, auf dem Weg das Grundstück zu begutachten.
Um dann, beim Zwischenstopp in Madrid, aber alles wieder abzubrechen und mit der Bahn durch Europa zu düsen.
Aber wir haben das beste draus gemacht und sind mit dem Zug auf Europa Tournee gegangen als Rucksack Touristen. Und in Paris hast du die Pyramide beim Louvre „gestützt“ wie man unschwer am Bild erkennen kann. Schatz, auch ich stütze dich, jederzeit. Aber das weisst du.
Am Gipfel des Burgenlands … waren wir auch schon mehrere Male. 2015, am Foto, war unser erster „Gipfelsturm“. Aber genauso wie wir in den weiteren Jahren allen anderen Widrigkeiten getrotzt haben, hat uns auch der kalte Märzwind damals nichts ausgemacht.

Beweisen müssen wir niemanden mehr was mein Schatz. Wir werden die Menschen mit vorgefasster Meinung nicht ändern können. Wenn du aufwachst beginnen wir unsere Erntezeit.
Tag 13 | Samstag, 10. Juni 2023
Die 13. Eine unserer Lieblingszahlen.
Viel lieber als weitere Lieblingsfotos, hier auf Facebook, hätte ich positive Nachrichten aus der Klinik gebracht. Aber leider. Das „Match“ scheint in die Verlängerung zu gehen. Abermals Gefäßkrämpfe. Die Ärzteschaft ist sich nicht sicher, ob die „drei kritischen Wochen“ tatsächlich ausreichen.
Aber so kenn ich meinen Schatz. Nebst der Herzlichkeit auch ein ausgeprägter Sturkopf (den ich im Grunde ja auch liebe) … aber Schatz? Es reicht! Du kannst nun aufhören. Ich, wir alle, haben es verstanden! „Come back and stay“.
Doch Manuelas Zustand bleibt voraussichtlich länger ernst.
Hört bitte nicht auf zu liken, teilen, einladen, empfehlen, kommentieren. Manuela braucht uns nach wie vor. Die kritische Phase dauert an. Eure Gedanken, eure Energie … nur ein klein wenig davon. Oder gern auch mehr. Gemeinsam schaffen wir das! Manuela schafft das! Ich weiß das!
Liebe ist keine Möglichkeit. Liebe ist eine Entscheidung. Eine Kraft. Reinste Energie. Helft mir bitte weiterhin, den Sturm an Hoffnung, Glaube, Wertschätzung, Akzeptanz, Achtsamkeit aufrecht zu erhalten, der sie zurück ins Leben trägt. Wir haben es schon so weit geschafft …
Danke euch allen. In Demut, ihr Gefährte.

Unser erstes „gemeinsames“ Projekt: Karista McFeer. Unter Anführungszeichen deshalb, weil du ja eigentlich alleine, jahrelang an deinem Buch geschrieben hast. Ich habe ja bloß das Cover dazu gestaltet.
Aber dennoch hast du darauf bestanden, das Wort „gemeinsam“ zu verwenden.
Das hat dir damals sogar einen prominenten Fototermin beim Bürgermeister eingebracht (am Bild). Dieser besondere Teil von dir, das Schreiben, wird dir auch helfen, im Falle des Falles … unzählige Texte, alle von dir. Zu deiner Erinnerung. Für Dich. Und notfalls lese ich dir alle vor.
Eines meiner ersten Fotos von Manuela … mit äusserst hohem „mach mich nicht willenlos“ Faktor
Viel mehr muß man dazu nicht sagen. Ausser vielleicht … der Faktor wirkt bis heute und darüber hinaus.

Tag 14 | Sonntag, 11. Juni 2023
2 Wochen. Vor zwei Wochen, exakt um diese Zeit, war Manuela noch da. Aber nicht mehr so ganz. Der Notarzt hatte sie, um diese Zeit vor 14 Tagen, gerade erstversorgt und dann nahmen die Dinge ihren dramatischen Lauf … aber Schatz? Du bist noch immer „da“. Und „dort“ ist keine Option. Das wissen wir beide. Bis nachher, „Same procedure as every day“.

„Kick it like Beckham“ … das selbiges auch mit Herbstlaub geht, hast du immer wieder bei unseren Spaziergängen bewiesen. Gute Laune ist dein Lebenselixier. Du magst es nicht griesgrämig zu sein. Ausser morgens, wenn du noch keinen Kaffee hattest. Das ist dann brandgefährlich für deine Umgebung.
Hin und wieder haben wir dann auch doch wen gefunden, der uns beide zusammen ablichtet, auf unserer ungeplanten Europa-Tour 2018.
Hier von Barcelona nach Paris mit 300kmh im TGV. Der hat übrigens auch im Jahr 2007 den Weltrekord aufgestellt mit 574,8 km/h.

By the way – wir waren zwar nicht in Asunción, unser Gwand (im Koffer) aber schon … ergo mussten wir uns in Madrid neu ausstatten. Blümchen & Pink … passt doch zu uns. Crazy eben.
Zurück aus der Klinik. Vorsichtig, ganz vorsichtig positive News. Heute gab es erstmals keine Gefäßkrämpfe. Der erste „freie“ Tag quasi. Aber Manuela ist damit noch lange nicht „über den Berg“. Abwarten ist nun angesagt. Und Geduld.
Nach meiner „Schelte“ gestern hat meine Maus, eben deswegen, heute von mir ein extra Lob bekommen. Wie immer … „she do it her way“ aber die Richtung stimmt.
Und weil ich, ob der guten Neuigkeiten, so gut drauf war, habe ich mir erlaubt, am Krankenbett leise „Islands in the stream“ zu singen. Ich dachte mir, wir sind alleine und es hört eh keiner zu (außer meinem Schatz).
Aber nach dem Grinsen der Schwestern dürften dann doch auch Zaungäste vorhanden gewesen sein. Immer diese Paparazzi!
Tag 15 | Montag, 12. Juni 2023
Heute scheint es, bei meiner Fahrt in die Klinik nach Graz, das erste Mal nach Tagen mal keinen Regen zu geben. Ob das ein gutes Zeichen ist? Wir werden sehen. Ich glaub dran.
Lass die Sonne in dein Herz, mein Schatz … die Wolken waren lange genug da. Jetzt ist es Zeit für einen richtigen Wetterumschwung.

Energie, Kraft, Power … genauso so auf diesem Bild. Das braucht es jetzt weiterhin. Einen unbändigen Willen zum Leben. Zum Erleben. Zum „was-hab-ich-noch-alles-vor-und-das-lass-ich-mir-nicht-nehmen“.
Und das kannst du. Meine Stimme und die vielen, vielen Anderen hast du mein Schatz. I, we, support you.
Heute ist ein guter Tag. Da braucht es auch ein „gutes Foto“. Da war doch noch eines … beim Pizza essen unlängst. Yep, das ist es. Könnte durchaus an einem Grimassenwettbewerb teilnehmen, meine Maus.
Love you, just the way you are.

Wieder zu Hause angekommen. Der vorsichtig positive Trend von gestern wurde heute prolongiert. Manuela hatte abermals keine neuen Gefäßkrämpfe. Die Einleitung der Aufwachphase scheint nun nicht mehr allzu weit zu sein.
Dennoch: Die kritischen Tage sind noch nicht vorbei. Und mit der Aufwachphase kommen die nächsten Herausforderungen.
Aber ich trau mich jetzt mal sagen: „Can’t stop this thing we started! Stay strong! You’ll be back“.
Tag 16 | Dienstag, 13. Juni 2023
Ein richtig, richtig guter Tag. Heute blinzelte nicht nur die Sonne beim Fenster rein. Nein! Ich durfte live dabei sein, als Manuela zu blinzeln begann. Zwar war es zuerst nur ein Augenverdrehen bei geschlossenen Lidern, dann ein leichtes Blinzeln und zum Schluss waren sie halb geöffnet.
Die Medikamente werden nun „step by step“ reduziert und die Aufwachphase steht bevor. Bewusst wahrgenommen hat mein Schatz sichtlich noch nichts. So schein es zumindest, ob des lethargischen bewegungslosen Blicks,
Aber was für den einen ein kleiner Moment des Fortschritts ist, bedeutet mir so viel mehr.
„Just see your eyes … made my day!“

Entspannt …. so soll es sein. Zeit lassen. Loslassen. Energie tanken. Alles zu seiner Zeit. So wie hier am Baumkreisweg in Loipersdorf. Und jetzt ist deine Zeit. Zum Auftanken. Zum neue Kraft schöpfen. Und zum zurück kommen. Stärker als je zuvor. Stronger than the rest. Wir schaffen das
Heute mal ein „Heavy Duty“ Bild … aus dem Kletterpark Geier. Mit Höhen hat Manuela es ja nicht so und dennoch ist sie rauf gekraxelt. Nicht weil es leicht war, sondern weil es schwer war … und genau das brauchst du jetzt wieder, mein Schatz: Es wird schwer werden, aber genau deswegen schaffst du das

Tag 17 | Mittwoch, 14. Juni 2023
Manuela schläft heute, bei meinem Besuch, richtig friedlich und sanft. Beim Zusehen frag ich mich ernsthaft, wovon sie grad träumt. Sie strahlt etwas „Zufriedenes“ aus.
Weiterhin ist so weit alles im Plan. Keine besonderen Vorkommnisse, außer das das Schlafmittel, wegen einem kleinen, lokalem Eingriff, kurzfristig nochmals leicht erhöht werden musste.
Nichtsdestotrotz: Morgen startet definitiv die Aufwachphase. Dann wird es spannend.

Ein schöner Schnappschuss, vor ein paar Jahren in Barcelona. Manuela als „Taubenkönigin“. Und wer weiß, vielleicht holen wir da ja noch was nach … schliesslich sind wir, wegen Überfüllung, nicht in die „Sagrada Familia“ reingekommen. Und das Camp Nou fehlt auch noch. Und und und … Also Schatz, wir haben noch mindestens einen Termin!
Tag 18 | Donnerstag, 15. Juni 2023
Manuela lässt sich wie immer Zeit.
Ich bin es ja schon gewohnt. 8,5 Jahre Zusammenleben prägen: „Nur nicht zu früh aufstehen“.
Das Aufwachen geht langsam und behutsam vonstatten. Im Moment beginnt der Körper wieder langsam die Kontrolle nach dem Tiefschlaf zu übernehmen. Also noch Geduld gefragt.
Gut Ding braucht eben Weile. Aber sabbern geht schon mal … (Für diese Aussage werde ich später sicher eine fangen, wenn sie das liest).
Hab dich lieb, Babe. „We can ride it … yes we can.“
Büroschlaf soll ja angeblich der gesündeste sein. Nun, Schatz? Büroschlaf! Den kannst du noch tagelang nachholen, jeden Tag! Aber nun, heute, ist es an der Zeit. Langsam, behutsam, step by step -aber dennoch: Zeit zum aufwachen. Heute ist der beste Tag dazu.
„I wanna wake up with you.“


Hupfburg, Luftburg – was auch immer.
Lustig war’s in jedem Fall.
Wir hatten nicht weniger Spaß als Junior. Und die Blicke der anderen Erwachsenen, unbezahlbar.
A la: „Was wir denn da machen auf dem Kinderdingsbums.“
Wenn die „ernsthaften Eseln“ wüssten wie lustig es ist ein „spaßiger Narr“ (frei nach Sokrates) zu sein … da sind wir immer einer Meinung.
Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Brief an Gott
Tag 19 | Freitag, 16. Juni 2023
Ich glaube, ich muss meinem Schatz das nächste Mal Kaffee mitnehmen. Das Aufwachen dauert …
Aber Spaß beiseite, heute hatte ich das erste Mal definitiv das Gefühl das Manuela mich bemerkt und Reaktion zeigt. Zwar noch lethargisch ob des langen Schlafes, war aber auf mein „cha cha bing“ (unser Insider) eine Reaktion zu bemerken.
Und auf „Schnurzdiburz“ auch. Muss ja auch nicht jeder verstehen – wir zwei verstehen es. So passt das auch.
Hope for more tommorow. In Love with an Angel.
Ob man das schon „Bouldern“ nennen kann? Vermutlich nicht.
Aber immerhin sind wir auch raufkraxlt um Junior zu beweisen, das dies Erwachsene auch können.
Aber ganz so flink wie er waren wir halt nicht.
Trotzdem (Jeans? Wurscht!) – Spaß hats allemal gemacht, wie man sieht.
Milady? Ich steh auf dich!


Das Wandern ist nicht nur des Müllers Lust … auch wir zwei sind oft „on Tour“ … und geniessen besonders Wanderungen durch den Wald.
Da kann Manuela so richtig das Rot- ähm Schwarzkäppchen rauslassen.
Und ja, wir haben noch viele Touren vor. Aber sowas von viele
Tag 20 | Samstag, 17. Juni 2023
Also was soll ich sagen … oder nicht sagen … oder doch?
Fangen wir am Anfang an: Du gehst wandern …. Achso, das hatten wir vor knapp drei Wochen.
Ok, nochmal.

Du gehst in die Klinik. Und besuchst deinen Schatz, die sich gerade eine verdiente Extra-Portion Schlaf holt (die Geschichte ist bekannt).
Du gehst den langen Gang entlang, wie immer.
Du biegst ab und läutest an der Glocke, wie immer.
Du gibst Namen und Passwort durch, wie immer.
Du musst ein wenig warten, wie so oft …
Die Tür geht auf, du gehst rein wie immer.
Du gehst durch den kurzen Gang der Intensivstation wie immer.
Du siehst schon von weitem das Bett und deine Gefährtin, wie immer.
Du kommst näher, links und rechts zwei Schwestern.
Du kommst noch näher …
Noch näher …
Du siehst deine Gefährtin. Die Augen sind leicht geöffnet.
Du freust dich und sagst mit einem Lächeln „Hallo Schatz…“
Und du bekommst … ein Lächeln zurück.
Du kommst noch näher, Tränen in den Augen und sagst noch mal „Ja hallloooooo“ und freust dich. Du siehst, wie eine Träne über das lächelnde Gesicht deiner Gefährtin an den Wangen entlang läuft … und sie lächelt.
Jetzt laufen auch bei dir Tränen herunter.
Und auch bei den Schwestern, die sich lächelnd wegdrehen müssen ….
Nein, das ist kein Hollywoodfilm. Das ist echt. Das ist Magie. Das ist Himmel.
In der nächsten Stunde brauchte ich gefühlte 20-30 Tempo Taschentücher.
Meine Gefährtin erkannte mich sofort. Und wir „redeten“ so gut es ging.
Und immer wieder lächelte sie, so gut es eben ging, auf diverse „Kasperlitäten“ meinerseits.
Ich stellte ihr „Ja“ Fragen … bekam antworten, sie erinnert sich … an so vieles … ich zeigte ihr ihr Buch … sie erinnert sich … ich erzählte ihr, dass ich den Rasen gemäht hatte … sie macht eine erstaunte Grimasse …. ja das ist mein Schatz! DAS ist mein Schatz!
Und wie sie strampelte.
Schatz? Willst du mir sagen, du bist als fauler Sack schlafen gegangen und wirst jetzt zum „Fitness Monster“?
Ich ernte Lippen lesen ein „Scheissdreck“ … hat mein Schatz gerade „Scheissdreck“ „gelippformt“? Ja DAS ist mein Schatz!
Der Thromboseanzug an den Beinen macht ihr zu schaffen. Sie mag ihn nicht. Weg muss er! Sie strampelt wieder. Und versucht, die Arme so gut es geht, zu bewegen dabei. Herrje … die rennt euch noch davon, warne ich die Schwestern.
Die Schwester fragt „Hast du Schmerzen Manuela?“ … keine Antwort.
„Moment Schwester“ … sage ich.
„Du magst das Ding da nicht oder? Und ziehe kurz an besagtem Anzug.
Manuela nickt.
„DAS mag sie nicht“ sage ich zur Schwester.
Manuela nickt abermals.
„Naja das können wir noch nicht wegnehmen, aber wenn sie sich weiter so bewegt, dann ….“
Ich unterbreche die Schwester.
„Schatz, hast du gehört? Du musst nur lästig sein dann ist das Ding weg!“
Mein Schatz lächelt.
DAS ist mein Schatz.
Eigentlich mag ich gar nicht gehen, aber irgendwann ist es dann doch so weit. Ich merke auch, dass es meine Gefährtin anstrengt. Noch ist alles frisch und neu. Aber es wird. Step by Step.
Und natürlich frage ich sie auch.
„Schatz wollen wir diesen Weg zusammen weiter gehen. Wir schaffen das! Wie wir es immer geschafft haben!“
Sie lächelt und nickt.
DAS ist mein Schatz. DAS ist meine Gefährtin.
Und DAS schreibt der glücklichste Mann auf diesem Planeten, der heute seine Gefährtin neu kennen gelernt hat.
Sie ist keine Heldin, auch keine Superwoman, das wäre alles zu wenig. Heldentum geht vorbei, Superwoman vergeht …
Was bleibt, ist das Jetzt.
Das bist du für mich meine Gefährtin. Das Hier und Jetzt.
Gestern. Heute. Morgen. Das Einzige, das zählt.
Ich liebe dich.
Lieber Gott oder wie immer du genannt werden möchtest …. danke.
Und ja natürlich … auch die ersten Küsse seit Wochen waren fällig. Aber DAS geht euch nix an!
Falls der Text etwas tragikomisch ist … er ist aus dem Bauch raus. Mir gehts heute gut. Meiner Gefährtin gehts besser. Meinem Humor gehts heute gut. Das Leben hat uns wieder. Und dich freue mich auf den weiteren Weg – nicht weil er leicht sein wird, sondern weil er schwer ist und uns beide noch stärker macht.

Guten Morgen Welt … heute ist ein guter Tag. Ich hab da so ein Gefühl … und nein, mir gehen die Fotos nicht aus.
Schliesslich ist Manuela mein Model No1 … und bei über 1.500 Fotos von Manu aus den letzten 8,5 Jahren sollten noch ein paar wirklich Schöne dabei sein. So wie dieses hier, mit Junior.
DAS muss heute sein. Keine retuschierten Hochglanzfotos, keine Models … aber dafür unverschämt unladylike echt authentisch und so richtig „tut man nicht“. I Love it.
Da hat Junior mal zum richtigen Zeitpunkt abgedrückt. Zungen zeigen tut man doch, denn heisst heisst ich lieb dich noch.
So sind wir eben.

Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Egoist
Tag 21 | Sonntag, 18. Juni 2023
Drei Wochen sind nun vergangen. Und damit ist auch die anfangs festgesetzte „Kritische Phase“ vorbei.
Nun, Manuela wäre nicht Manuela, würde sie da nicht wieder eins drauf setzen. Also wurde von der Ärzteschaft die kritische Phase kurzerhand um 1-2 Wochen verlängert. Mitunter auch ob der langwierigen, neun Tage lang andauernden, Gefäßkrämpfe.
Aber, es war schön heute bei Manuela. Wunderschön.
Sie hat auch wieder ein wenig „mehr Zugang“ zum Jetzt.
Die diversen Mittelchen werden weiterhin herunter gefahren. Heute war Junior auch mit. Manuela lächelte. Junior auch. Ach unser pubertärer Macho … weinte. Herrlich. Schön zu sehen das hinter der Maske aus „Coolness“ auch Gefühl steckt.
Wir hatten heute auch Knuddelkissen, T-Shirts etc. dabei … um Manuelas „Geruchs-Erinnerungen“ zu wecken. Ich wollte ja gleich Diva, unsere Katze mitnehmen, aber die Schwestern lehnten das irgendwie ab … keine Ahnung warum.
Es geht mit kleinen Schritten voran. Und ich freue mich schon wieder auf morgen.
Zusatz: Ein besonders „schöner“ Moment (für sie war es sicher nicht „schön“ aber mir ists ans Herz gegangen), war, als ich – als trainierter Lippenleser – auf ihren Lippen lesen konnte „Ich bin nicht schuld“ … „ich bin nicht schuld“ … stille Worte, mit einem Blick dabei, der mir unter die Haut ging.
„Nein, mein Schatz, nein! Du bist nicht schuld. Du hast alle Zeit der Welt. Entspann dich. Wir machen das zusammen. Mit kleinen Schritten“
Und Manuela nickte … und lächelte.
„Love you so much … each day more“.
Erklärung für euch: Damit der „trainierte Lippenleser“ verständlicher wird. Ich bin seit dem siebten Lebensjahr schwerhörig und seit dem 21. Lebensjahr Hörgeräteträger. Nichts Schlimmes per se, jeder hat seinen Rucksack im Leben zu tragen.

Guten Morgen!
Was ist das für ein schöner Morgen heute. Und auch der Himmel hat ein anderes Blau – irgendwie ein Neubeginn
Ein erster Schritt. Ein Guter.
Und es wird noch viele Schritte brauchen. Aber du bist eine Kämpferin, meine Gefährtin. Nutz all die Energie und setz sie ein. Mit der Power wie am Foto. Junior hält das locker aus! Together we are strong.
Dieser Klischeespruch „Das Leben ist ein Lernprozess…“, den hat sich Manuela sichtlich als Lebensmotto erkoren. Mit 45 nochmal zurück in den Lehrlingsstatus und flugs die Tischlerlehre mit LAP absolviert. Und Frau Gesellin macht sichtlich auch an großen Maschinen gute Figur.
My stylish „woodwoman“!

Tag 22 | Montag, 19. Juni 2023
Ein durchwachsener Tag.
Seit heute habe ich die ärztliche Bestätigung, dass die Phase der Lebensgefahr definitiv vorbei ist.
Freuen kann ich mich darüber aber nur bedingt. Mehr noch. Seit heute atmet Manuela auch wieder selbständig. Aber das Zusehen bei der Umgewöhnung und beim Röcheln macht wirklich keinen Spaß. Noch dazu weil sie nach wie vor nicht Sprechen kann, wegen der Luftleitung.
Außerdem hält sie die Station auf Trab mit ihren permanenten „Schlauch-Entsorgungs-Versuchen“. Sie scheint schneller wieder aktiv zu werden als erwünscht. Geduld ist halt auch nicht ihre Stärke, das haben wir gemeinsam.
Wir hatten aber wieder ganz gute „Dialoge“ soweit man das so nennen kann. Und morgen nehm ich das iPad mit. Wir werden eine „Foto-Guck-Session“ starten.
Da freu ich mich schon drauf.
Und hoffentlich ist das Atmen dann auch schon besser.

Die Natur, der Wald, das ist deins. Und du hast es faustdick hinter den Ohren. Ich darf das sagen, kenne dich ja schon lange genug.
Aber genauso mag ich dich auch. Egal ob Femme fatale oder Femme naturale … Hauptsache Femme.
Femme fantastico!
Stubenbergsee und die Rischka-Fahrt.
Unvergesslich, mit Junior am Steuer. „Achtuuung“ … aber zumindest in den See ist er nicht reingefahren.
Bei unserer nächsten Fahrt hat er vermutlich schon den Führerschein. Wie die Zeit vergeht!
Nur deine Ausstrahlung, die vergeht nicht.

Tag 23 | Dienstag, 20. Juni 2023
Müde. So fühl ich mich grad. Der körperliche Tribut für die letzten Wochen. Aber dankbar müde. Jede Minute davon war es wert. Und ist es weiterhin.
Aber was ist mein Tribut gegenüber der Leistung von Manuela?
Nichts. Ein kleiner Schatten. Ich bin so unendlich stolz.
Und heute frag ich Manuela: „Weisst du eigentlich wie stark du bist?“ Und meine Gefährtin drauf, kurz und knapp: „Ja.“ Gepfeffert mit einem selbstbewussten Blick in meine Augen. Und ich habe gekontert. Und wie ich gekontert habe: Wortlos quittiert mit offenem Mund …
Die gute Stunde mit Manuela war heute so ganz anders als bisher. Fast schon wie ein „normales“ Gespräch. Aber doch noch nicht ganz. Anfangs leise und zum Schluss hin mit festerer Stimme. Ja das muss auch noch trainiert werden.
Und natürlich sind noch unvollständige Sätze da. Aber die sind sowas von vernachlässigbar. Und ja, meine Gefährtin scheint sich verändert zu haben. Daran muss ich mich erst gewöhnen. Aber allzu viel Gewöhnung, brauche ich da glaube ich nicht. Da hat sich etwas verändert. Aber nicht zum Nachteil.
Eigentlich erschreckend. Darf man das sagen? Das sich aus so einer Situation etwas zum Vorteil entwickelt? Ist das überheblich? Arrogant? Ich weiß es nicht. Aber ich spüre, dass da eine neue Weisheit aus ihren Worten kommt. Mit einer bisher nicht da gewesenen Überzeugung. So ist es. Punkt. Sensationell.
Mag sein, dass dies auch noch dem aktuellen Umstand geschuldet ist. Aber unwichtig in welche Richtung es weiter geht. Es wird richtig sein. Weil es sich stimmig anfühlt.
Und dann ist da noch das Tempo, das Manuela vorgibt. Ja, es ist tatsächlich so, sie scheint es vorzugeben. Hat sie sich am ersten Tag, vorgestern, noch ohne Stimme – mit Blicken (oh diese Blicke sprechen Bücher …), über das Thrombosekorsett an den Füßen mokiert, war das am nächsten Tag schon Geschichte. Indem sie nicht aufgehört hat zu strampeln. Und gestern – als sie noch atmen „lernte“ … war ihr diese Leitung an der Luftröhre sowas von lästig. Und nach gestrigem Stand noch ein paar Tage nötig. Heute komm ich rein und da ist auch diese weg. „Wir brauchen sie nicht mehr“ – der lapidare Kommentar der Schwester. Damit war das Ganze auch bereits gegessen.
Aber das beste war ja heute die Geschichte mit dem Kaffee.
„Und hast du Kaffee auch schon getrunken?“
Manuela verneint, aber die Schwester bekommt es mit.
„Möchten sie einen Kaffee?“
Manuela bejaht. Kurze Zeit später bringt die Schwester schwarzen Kaffee mit Zucker, so wie Manuela ihn möchte.
Manuela nimmt einen Schluck. Verzieht das Gesicht.
Probiert noch einen.
„Schmeckt er“ will die Schwester wissen?
„Nein.“ Einfach kurz, knapp und schonungslos direkt. Ihre Antwort.
Auch das ist neu. Früher hätte sie das aus Höflichkeit nicht gesagt.
Tja, es ist halt kein gewohnter „Tchibo Milde Bohne“.
Und irgendwie auch keine Manuela von früher.
Eine andere. Eine die das Leben will. In allen Facetten. Und eine die nicht mehr mit ihrer Meinung hinterm Berg hält. Ich sehe dabei zu, wie in einem Film. Ein Drehbuch, das mir irgendwie gefällt. Mein neuer Lieblingsfilm.
Und ich freue mich. So sehr. Da waren die vergangenen Jahre, die von so viel Dingen gekennzeichnet waren. Aber meist von Kampf. Kampf gegen dies. Kampf gegen jenes. Wir hatten es von Beginn an nicht einfach gemeinsam. Aber wir wollten es. Wir wollten es gemeinsam. Wir wollten uns. Gemeinsam. Gegen alle Widerstände. Und derer gab es viele.
Vor allem freue ich mich für dich mein Schatz. Nicht für das, was dir widerfahren ist. Aber für das wie du es gemeistert hast. Und wie du jetzt damit umgehst. Es gibt da keine Worte mehr für meinen Stolz auf dich. Beeindruckend wäre auch zu wenig. Am ehesten trifft es wohl demütig. Ergeben. Dankbar.
So wie es aussieht, hast du Catherine Zeta Jones abgelöst. Und du weißt, was das heißt.
Du erinnerst dich an den Tag, als wir uns kennen lernten? Und dann ca 10 Jahre später an den Tag als wir erst zusammen kamen. Etwas gab es an beiden Tagen gemeinsam. Wir wussten es. Und an beiden Tagen unterhielten wir uns ohne Worte. Und wussten, was der andere denkt.
Weißt du, was ich jetzt denke?
Du bist nicht mehr Manuela, die so gerne so und so sein möchte. Die so gerne dies und das tun möchte. Die so gerne was auch immer … Du bist jetzt Manuela. Die sagt. Die tut. Und die bekommt. Manuela, die wahrhaftig ist.
Präsenter den je. Authentischer denn je. Schöner denn je. Das bist einfach nur du.

„Wie gross bist du?“ … denkst du das hier gerade am Foto? In Bierbaum, vor der mächtigen 1000jährigen Eiche. So ein kleiner vergänglicher Mensch, vor so einem alten mächtigen Baum. Aber Schatz, du hast in den vergangenen Wochen einen heroischen Kampf geführt, der dich am Ende wieder Aufwachen lies.
Nun meine Frage an dich: „Wie gross bist DU?!“
Soll ich dieses Bild posten … soll ich nicht? Ich hab echt hin und her überlegt. Aber: Doch! Weil es heute der beste Tag dazu ist. Ich darf eine der ersten heute gesprochenen Worte von Manuela zitieren: „Wir machen es uns schön … was die Anderen dazu sagen? Drauf gschiss’n!“

Mein Schatz kann wieder sprechen. Und wie!!!!!
Der Finger (am Bild) gilt in diesem Fall allen Menschen die anderen vorschrieben wollen wie sie zu leben haben, was sie zu tun haben, wie sie ihre Kinder zu erziehen haben. An alle Menschen die Rechte der Frauen mit Worten, Händen und Füssen treten. An alle die Toleranz und Verständnis heucheln aber de facto familiäre Autokratien errichten. Kurzum an alle die andere Menschen unterdrücken, andere Meinungen nicht akzeptieren, Andersdenkende nicht respektieren – nur an sich selbst denken und anderen das als Hilfe verkaufen.
An Euch: „Drauf gschissn!“
Meine Gefährtin? Ich hoffe du kommst bald nach Hause, die andere Bettseite ist so leer.
Tag 24 | Mittwoch, 21. Juni 2023
Und wieder ein Erfolgserlebnis mehr. Als ich heute zum Krankenbett kam, traf ich Manuela erstmals sitzend an. Zwar nicht lange – war dann doch ein wenig zu anstrengend – aber immerhin. Der Körper ist noch zu schwach für längere Sitzungen. Aber wen wundert dies.
Jedenfalls haben wir uns an die 1,5 Stunden gut unterhalten. Besser als gestern.
Das Einzige, was mir noch ein wenig Sorgen bereitet sind die weitgehend fehlenden Emotionen. Aber da müssen wir durch. War ja keine Kleinigkeit und je mehr Berichte ich in Fachzeitschriften lese, desto mehr wird mir bewusst, wie nahe Manuela der anderen Seite war.
Und lerne dabei, die andere, neue Lebensqualität zu schätzen.

Amsterdam 2018 … nachdem wir den ersten Kulturschock überwunden hatten und allen geschätzten 759 Fahrrädern ausgewichen waren … hatten wir Spaß. Drei Tage lang. Sightseeing, Kanalfahrten und Coffeeshop.
Aber natürlich waren wir NUR wegen der Tulpen dort.
Milady Manu präsentiert sich am Bild in stylischer, sommerlicher Abend-Fashion.
„Milady? stets zu Diensten“
Zur Feier des Tages … Manuela in „Genuss-Version“
Meine Gefährtin wurde heute der Ernährungsschlauch (nennt man das so?) entfernt und sie durfte bereits selber futtern.
Zwar keine Torte wie hier am Bild aber immerhin Früchtebrei. Und das – zwar noch mit Hilfe – aber sitzend.
My „Turbo Lady“. Love you!

Tag 25 | Donnerstag, 22. Juni 2023
„I did it my way“.
Nun, ich kann ja nicht lassen. Mein zweiter Vorname könnte durchaus „Zecke“ sein, so lästig kann ich zeitweise sein. Wurde mir, zu meinem Leidwesen, auch schon öfters bestätigt. Das ist jetzt auch nicht immer ein feiner Wesenszug, oder etwas, worauf ich besonders stolz bin, aber manchmal hilft’s.
Manchmal. Aber nicht immer.
Mit derartigen Gedanken oder so ähnlich starte ich also heute in die Klinik. Günther will Antworten. Weil Günther ist ja – wie schon erwähnt – ein hoffnungsloser Egoist.
Beim Reinkommen erfahre ich, dass heute die Fäden gezogen wurden. Bedeutet also, in meinem Denken, Schmerzen und nachfolgend müde. Und so treffe ich Manuela auch an. Müde.
Aber ich hab das iPad dabei, mit Fotos. Das präsentiere ich natürlich gleich. Zwecks Aufmunterung und/oder erwarteter Freude. Die hält sich aber in Grenzen. Müde.
Der scheue Blick. Den kenne ich bereits. Aber dennoch versucht freundlich.
Ein leises „Hallo“ von Manuelas Seite. Wir wechseln einige Worte. Sie bestätigt mich. Ballt mal die Faust zur Unterstreichung meine Aussage. Oder bestätigt meine Aussage mit eine feldwebeartigem „Yes!“
Jetzt weiß ich, was mich „gestört“ hat. Das war es. Und das hatte mich auch ins Grübeln gebracht. Sie reflektiert. Sie versucht zu spiegeln. Versucht das „Richtige“ zu tun.
Also – wer nicht wagt, der nicht gewinnt.
„Schatz, wir müssen miteinander reden!“
Manuela dreht sich zu mir.
„Ich weiss, du erinnerst dich an manches nicht. Und das macht dir Sorgen. Aber du musst dir keine Sorgen machen. Das kommt wieder. In kleinen Schritten. Wir werden das gemeinsam machen“
Manuela nickt.
Aber das ist mir noch viel zu wenig. Günther will mehr. Geduld ist nicht meine Stärke. Und ich spüre, verdammt noch mal ich bin am richtigen Weg. Es fühlt sich stimmig an.
„ich weiss auch, du bist unsicher. Und auch das du Angst hast. Das ist alles so neu … ich bin auch unsicher. Und auch ich habe Angst. Auch für mich ist das neu. Ich habe keine Angst das wir das nicht zusammen schaffen werden. Aber ich habe Angst das Falsche zu tun. Ich habe keine Übung mit solchen Situationen. Geht es dir auch so?“
Manuela nickt. Und sieht mich an.
„Dabei ist es aber gar nicht wichtig was nun falsch oder richtig ist. Wichtig ist das du gesund wirst. Das es sich für dich stimmig anfühlt. Du musst mir nicht beweisen das du stark bist. Du darfst auch schwach sein. Ich darf auch schwach sein. Du brauchst mich auch nicht zu beeindrucken. Das hast du bereits. Jeden Tag in den letzten Wochen..“
„Ich weiss, ich habe dir bevor das passiert ist, viel zu viel Druck gemacht. Das du dich irgendwann deinen familiären Problemen stellen musst wenn du respektiert werden willst. Aber das ist Vergangenheit. Beweise mir nicht die starke Manuela. Das brauchst du nicht. Du darfst dich entspannen. Lass dir Zeit.“
„Uns wurde weitere gemeinsame Zeit Geschenk. Lass uns jetzt achtsam damit umgehen. Kein Stress. Kein Druck.“
„Ich war während deines Schlafes nicht untätig und glaube mir, du wirst respektiert. Niemand riskiert ein derartiges Fiasko noch einmal. Du hast mein Wort darauf.“
„Und es ist egal ob du mir was vorspielst. Ich sitze noch immer da. Auch wenn du mich anschreist. Ich sitze noch immer da. Oder was auch immer du tust. Ich sitze noch immer da. So wie jeden Tag. Und so wird es auch bleiben. Wenn du mich loshaben willst musst du mich schon raus schmeissen. und im schlimmsten Fall sitze ich noch das ganze Leben da.“
„Ich muss nur eines dürfen – in deine Augen schauen. Das reicht mir. Mehr will ich nicht. Dann sehe ich dich.“
Manuela lächelt. Das Gesicht ist entspannt. Und der Feldwebel hat Pause. Die samtig weiche weibliche Stimme ist zurück. Mit Emotionen wie sie Schöner nicht sein können.
„Nein das will ich nicht. Ich will das du bleibst.“
„Hab dich lieb.“
„Ich dich auch.“
Und endlich hat der lästige Zeck Günther sein erhofftes Ziel erreicht. Da ist sie. Meine Gefährtin. Sie war immer da. Auch die Emotionen waren immer da. Und egal wie stark der Feldwebel, der Verstand, in Zukunft dominant ist. Ich weiß jetzt, dahinter zieht das Herz die Fäden. Ganz „Milady“ eben.
Und von mir aus, lieber Verstand machst du bitte weiter. Dominiere und fordere, motiviere und gestalte, kalkuliere und berechne. Tu alles dafür, damit Milady ihrem Anspruch gerecht wird. Du weißt aber auch, wer dein Boss ist? Das Herz.
„Bist du müde, magst du schlafen.“
„Ja.“
„Dann sehen wir uns morgen wieder.“
Und ich gehe raus, mache den morgigen Termin noch fix mit der Schwester, am Gang.
Mehr aus Gewohnheit winke ich nochmals, aus der Entfernung, zu Manuela rein ins Zimmer.
Und Manuela hebt die Hand und winkt zurück.
Wir sind zurück. Das Leben hat uns wieder.
„Step by Step. Yes – we can!“

„Göttinnendämmerung“
Im Hintergrund die „Wassergöttin“ von André Heller in Bad Blumau; davor die „Angebetete“ von Günther.
Wie oft im Leben bekommt man zwei „Göttinnen“ gleichzeitig vor die Linse?
Ein Foto aus der Klamottenkiste, bzw. dem Kleiderschrank
Auch da machst du eine gute Figur Milady.
Wäsche sortieren, mit Stil. Und wenns so sein soll kann ich das auch – aber eben weniger hübsch.


Nein ich werde nicht müde werden. Eine OP steht ja noch aus. Und der Weg ist noch weit. Aber jeder Schritt davon ist es wert. Manuela hat erstmal die Kurve gekriegt und ist wieder aufgewacht Das heisst für mich „Jetzt erst recht!“ Never give up!
Neuer Tag. Neue Kraft. Auf zu neuen Zielen!
Tag 26 | Freitag, 23. Juni 2023
Die Tage vergehen, und Schritt für Schritt geht es aufwärts.
Heute haben wir schon um einiges mehr zusammen gelacht. Allerdings muss ich mich auch an Manuelas aktuellen Humor gewöhnen. Deftig und direkt. Da bleibt selbst einer Quasseltante wie mir mal das Wort im Hals stecken. Aber irgendwie auch resolut sexy. Ich bin gespannt, was da noch alles zu Tage tritt. Oder habe ich Angst davor? Oder beides?!
Und ich durfte heute meine Maus füttern, inklusive Fingerbiss.
„I’m loving it!“
Manuela hatte nun auch bereits ihre erste Physiotherapie und ist auch schon das erste Mal wieder auf beiden Beinen gestanden. Chapeau!
So kann es weiter gehen. „Can’t stop this thing we started!“

„Deine“ Bäume … die liebst du. Besonders Eichen. So wie hier am Bild. Eine der mächtigen, denkmalgeschützten Eichen am Clusius Naturlehrpfad beim Urbersdorfer Stausee. Auch diese warten auf deine weiteren Umarmungen. Und das nicht umsonst – wir sind auf einem guten Weg.
„Die Schöne und das Biest“ … äusserst treffend, zu diesem Bild. Geschossen von einer australischen Touristin, am Nebentisch, in Paris. Mittlerweile haben wir die Rollen wieder getauscht von der Haarlänge her.
Aber sonst alles beim Alten:
Schön bleibt schön. Biest bleibt Biest.

Tag 27 | Samstag, 24. Juni 2023
Heute waren wir zu dritt. Unsere ganze „Patchwork-Family“ wieder vereint. Manuela, Junior & meine Wenigkeit.
Und Manuela hat wieder ein paar Schritte vorwärts gemacht.
Heute gab es auch „Caffe solo con Giotto“.
War schön, wieder vereint zu sein. Allerdings waren die vielen Worte und zwei Personen gleichzeitig dann doch etwas energieraubend. Und zum Schluss war ich nur mehr müde. Aber „on the way“ – der Weg geht weiter.

„Ronja, die Räubertocher“? „Piratenbraut“? … oder … „Ich wars nicht“ … wie immer man dieses Bild untertiteln möchte, alles sind Teile von dir. Löwin und Lamm … zornig und zahm.
Und wer kann diesem Lächeln schon widerstehen? Ich … jedenfalls nicht.
Profil zeigen. Ecken und Kanten. Aber auch Rundungen. Das ganze gespickt mit einer Meinung und einer Message.
Ja das bist du, meine Gefährtin: Ein Gesamtkunstwerk.
Und ich dein grösster Fan! (wo dein „Like Button“ ist … finde ich auch noch raus)


Sind es Engel oder „einfach nur“ Ärzte? Auf jeden Fall haben sie unseren Dank mehr als verdient. Sende auch du einen kleinen Kommentar für Manuela an das Intensiv-Team der Uni Graz. Ich drucke alle am Ende aus und überreiche diese am Ende an das Uni-Team … mit genau so vielen Rosen wie Kommentare.
Dieser „Aktion“ ist bereits beendet.
Aber natürlich freut sich Manuela weiterhin über jeden Kommentar auf ihrer Facebook-Seite.
Auch deinen!
Tag 28 | Sonntag, 25. Juni 2023
Heute hat mich Manuela sitzend empfangen. Es wird, es wird.
Sie machte auch einen wesentlich frischeren Eindruck, als noch am Tag zuvor. Ja richtig strahlend. Hatten abermals wieder bessere Gespräche. Und das Scharmützel von gestern ist auch erledigt. Ziemlich gut erledigt sogar. Aber das … ist eine andere Geschichte.
Kurzum, Manuela, ich, wir … sind genau am richtigen Weg.

„hard @ work“ … auch ein Teil von Manuela. Sie mag es anzupacken. Mit Maschinen zu werken. Und wenn was nicht passt, wird es passend gemacht. Aber manchmal ist es besser ein unpassendes Brett einfach zu entsorgen. Es gibt ja viele andere. Passende.
Was meinst du, mein Schatz?
Neue Bretter, neue Chancen?
Der Appetit passt. Der Weg stimmt. So wie auf diesem Foto im BB1 Heurigen in Bad Waltersdorf: „Mein Essen, Hände weg!“
Aber ein Pommes krieg ich?

Tag 29 | Montag, 26. Juni 2023
Ein guter Tag. Meine Gefährtin wartet wieder sitzend auf mich. Und Kaffee trinkend. Diesmal aber schon aus einer richtigen Tasse. Die Motorik hat wieder Fortschritte gemacht. Manuela bleibt auch wesentlich länger als gestern im „Sitz-Modus“. Und wir hatten wieder gute Gespräche. Nahezu durchgehend 1,5 Stunden.
Einzig den Physiotherapeuten hat sie ein wenig verflucht. Was der für Sachen von ihr verlangt.
„Wirklich Schatz?“
„Im Ernst?“
„Na echt jetzt“
„Verarsch wen anders!!!“ … ja das ist mein Schatz! Ein wenig sticheln muss sein. Darf man unter Liebenden …
Bin aber wahnsinnig stolz. Die ersten Schritte ebenso schon absolviert. Zwar mit Hilfe, bzw. Rollator aber hey … da geht was weiter!
Oder lag es an der Plüschkatze, die ich dabei hatte? Man weiß es nicht. Jedenfalls liegt jetzt der Statthalter für unsere Katze „Diva“, auch auf Manus Bauch. Und guckt sie mit großen, grünen Äuglein an. Ganz so wie zu Hause. Nur das „Treteln“ und die Krallen fehlen.
Das mach ich dann morgen. Das Kratzen meine ich – nicht das „Treteln“.
Jedenfalls – die Richtung stimmt. Der Weg stimmt. „Life 2.0 on Air“.
Und am Mittwoch steht das CT an, mit der Entscheidung: Shunt, ja oder nein?! Mal abwarten.

So entspannt, wie hier beim Kaffee, möchte ich dich gerne wieder erleben mein Schatz.
Und ich bin guter Dinge das es wieder so sein wird. Jeder weitere Tag nährt meine Hoffnung auf unser „Life 2.0“ … believe it, work on it … let’s do it!
Da wollten zwei vor den Karren gespannt werden.
Im Freilichtmuseum Gerersdorf. Und den beiden hat’s sichtlich Spaß gemacht.
Und ich bin guter Dinge das wir weiterhin Spaß haben werden. Mit oder ohne Karren.
Notfalls spann ich mich selbst davor.

Tag 30 | Dienstag, 27. Juni 2023
Ein richtig, richtig guter Tag. Heute war die Stimmung irgendwie „anders“. Beim reinkommen wurde ich von der ganzen Mannschaft quasi angelächelt. Das machte mich dann schon stutzig. Manuela erwartet mich liegend aber gut gelaunt. Und wir hatten wieder bessere Gespräche. Es wird, es wird.
Während unseres Talks erfuhr ich dann auch den vermutlichen Grund des lächelnden Teams: Manuela hatte ihnen einiges erzählt von unseren gemeinsamen Jahren. Sozusagen war ich also nun wieder „rehabilitiert“. Mehr noch …. „Und wann heiratet ihr?“ … scheint der eine oder andere wissen zu wollen.
Nene da wird nix verraten. Absolut nix.
Unterwegs war meine Gefährtin heute auch wieder. Eine Runde durch die Intensiv-Station. Auf eigenen Beinen. Stückweise ohne Hilfe. Yeah!
Unterm Strich es geht bergauf. Und morgen ist „Judgement-Day“ – das CT. Wenn dieses passt, winkt der Abschied aus der Intensivstation und die Übersiedlung auf die Normal-Station.
Das allerdings kann man von unserem Vehikel heute nicht behaupten. Das muss jetzt auf die mechanische „Intensiv“. Das Zündschloss ist heute eingegangen. Und hatte zur Folge, dass ich nach Hause abgeschleppt werden musste. Da lob ich mir unsere ÖAMTC-Mitgliedschaft.
Mal sehen, was die Werkstatt morgen sagt. Das dauert sicher ein paar Tage. Ein Ersatzwagen muss also her. Der „Möglichmacher“ ist wieder gefragt, und wird wie immer seinem Ruf gerecht werden.
Aber alles halb so wild.
Wichtig ist: Morgen. Und danach Übermorgen. Und dann Überübermorgen … Nur nicht gestern. Das hatten wir schon.

Aaaaargh … eine zeitweilig ganz „normale“ Reaktion, wenn „Heimwerkerking“ Günther wieder mal einen Umbau, Ausbau, Überbau …. auf jeden Fall „Bau“ startet.
Man muß einen Mann nicht alle 6 Monate erinnern, das dies und jenes gemacht gehört … er merkt es sich schon selbst.
Strahlend, so wie hier am Foto. So möchte ich dich wieder erleben. So werde ich dich wieder erleben. Kann ja gar nicht anders sein
Sonst würde der Welt was fehlen

Tag 31 | Mittwoch, 28. Juni 2023
Als ich heute ins Klinikum fuhr, wurde ich bei der telefonischen Voranmeldung überrascht: Manuela ist auf die Normal-Station übersiedelt. Das war natürlich die „Beste Nachricht ever“ für mich.
Aber dem nicht genug.
Auch die Entscheidung zum „Shunt“ ist nun endgültig gefallen: Manuela braucht ihn nicht. Der Hirndruck hat sich stabilisiert und verbleibt auch, nach ein paar Tagen Beobachtung, so. Yes!
Mehr gibt es vom heutigen Tag nicht mehr zu sagen. Das bleibt diesmal unser Geheimnis.

Der prüfende Blick … ein solcher wird heute auch auf Manuela geworfen: Judgement Day. Passt das CT? Passt es nicht? Ist ein Shunt (Ableitung fürs Hirnwasser), samt weiterer OP nötig? Oder ist heute der letzte Tag auf der Intensiv? In ein paar Stunden werden wir es wissen.
Hope! Believe!
Wieso lächelt mein Schatz bloß so? Bloß so? Oder liegts daran, das meine Gefährtin bereits auf der Normalstation liegt?
Oh ich glaub fast daran liegt es. Ja sicher sogar.
Bye bye Intensiv … no Shunt … ready to start next Level!

Tag 32 | Donnerstag, 29. Juni 2023
Heute sind abermals weitere Fortschritte zu vermelden. Alle Infusionsnadeln sind nun endgültig weg.
Manuela geht auch bereits kleine Runden am Gang. Zwar großteils nach wie vor gestützt mit Hilfe, aber abschnittsweise auch schon Schritte ganz alleine.
Und morgen vertschüsst sich dann auch das Ding zum „Nicht auf die Toiletten gehen müssen“ (mags nicht schreiben, klingt so abwertend).
Unsere Gespräche nehmen jetzt auch so richtig Fahrt auf und die Thematiken werden breiter. Auch Manuelas Gedächtnis kehrt in kleinen Schritten und kleinen Stücken zurück. Sie kann sich auch an das Ereignis selbst bereits, zumindest teilweise, wieder erinnern.
Heute habe ich Manuela auch das vorbereitete iPad an Manuela übergeben mit viel Musik und weiteren Fotos. Und Sudoku. Und Memory. Und und und. Also langweilig wird es ihr sicher nicht.
Die Hoffnung, dass meine Gefährtin aber dennoch bald in meine Nähe „übersiedelt“, bleibt aber mein größter Wunsch. Die täglichen, langen, Graz-Fahrten gehen bei der Hitze ganz schön an die Substanz.
Aber wir schaffen das. Life 2.0 goes on.
Nach wie vor: Maximum Power & Best Team.

Glücksrad, wie hier am Bild in Bad Blumau.
Nein nein, das sollte es keines werden.
Dafür aber jeden Schritt Step by Step weiter gehen. Bis zum Ziel.
Und das werden wir. gemeinsam.
Aber drehen, mein Schatz … darfst du immer.
Das Sonnenbrillenduo … on Tour. Zwar schon ein paar Jährchen her aber an Coolness nix verloren.
Morgen ist Junior auch wieder mit von der Partie. Muss ja sein Zeugnis präsentieren …
Mal sehen ob ich da euch beide wieder mit Sonnenbrillen vor die Linse krieg.

Tag 33 | Freitag, 30. Juni 2023
Heute waren Junior und ich fast vier Stunden lang bei Manuela. Eine davon hab ich die beiden als „Überraschung“ alleine miteinander quatschen lassen.
Soll ja auch so sein, dass Mama und Sohn sich ein wenig zu zweit austauschen, ohne mich „Quasseltante“ dabei zu haben. Und dabei auch ihr Verhältnis zueinander abstecken und, so es notwendig ist, neu gestalten.
Und schlussendlich hat der Park bei der Klinik, auch schöne schattige Plätze zum ausspannen (und rauchen …).
Unsere Kommunikation war heute auch wieder ein Stück weit besser. Auch die Physiotherapie macht weiter Fortschritte. Und – „The Best News“ – Manuelas Aufenthalt in Graz ist nun bald zu Ende.
Am Montag geht es zurück ins Burgenland. Die Überstellung von der Uniklinik in Graz, in das Krankenhaus nach Güssing steht bevor. Endlich. Auch wenn ich keinen Tag davon bereue aber die mittlerweile über 6.000 gefahrenen Kilometer gehen dann irgendwann auch an die Substanz.
Aktuell ist es eben eine etwas herausfordernde Zeit für uns alle. Viel Neues. Viel zu lernen und verstehen. Life 2.0 again … and again.

Nachdem es im Moment gut voran geht, ist es wohl auch an der Zeit euch unser bisher vernachlässigtes Familienmitglied vorzustellen.
We proudly present: Diva.
Oder wie sie auch genannt wird „Leg dich nicht mit mir an und gib mir Futter, Sklave!“
Aber sie kann auch uuuuurlieb und verschmust sein.
Pause … darf und muss auch sein.
Und Pausen haben viele Formen, aber eines gemeinsam. Ausrasten von Vergangenem, Kraft und neue Motivation schöpfen für das Weitermachen.
Und vielleicht auch das Geschehene Revue passieren lassen.
Ich denke das wird auch bei uns noch öfters so sein.

Tag 34 | Samstag, 1. Juli 2023
Es geht weiter bergauf. Heute haben wir mal zu zweit eine Runde gedreht durch das Krankenhaus und auch wenn meine Gefährtin noch ein wenig wackelig ist. Wir beide sind guter Dinge, das dies in Kürze wieder alles so funktioniert, wie es soll.
Die Fortschritte von Manuela erstaunen mich im Moment jeden Tag aufs Neue und ich bin unendlich stolz. Weil ich an der Seite dieser wunderbaren Frau jeden neuen Fortschritt miterleben darf.
Übrigens: Manu liest auch schon teilweise die Kommentare mit. Es geht voran und scheint nur noch eine Frage der Zeit bis Manuela entweder selber etwas schreibt, oder mir verbietet, weiter zu schrieben. Wir werden sehen.
Heute haben wir außerdem wieder festgestellt:
Wir sind ein gutes Team: „Don’t mess with lovers“.
Unterm Strich: Ein guter Tag! Und nur mehr 2 Tage bis Burgenland!

Oh, wie du mich da verflucht hast … ich kann mich noch erinnern als wär es gestern gewesen.
Auf der Ringwarte in Hartberg. Ganz oben. Und deine Höhenangst. Der Blick sagt mehr als 1000 Worte. Und auch dafür lieb ich dich
Weil jeder deiner Emotionen Teil von dir ist.
Und du erinnerst dich auch … wie stolz du danach warst Zurecht! Weil du unmöglich geglaubtes geschafft hast! Mission impossible – possible!
Hoch über den Baumwipfeln. Da hat man den Überblick. Und den brauchen wir aktuell auch.
Nur manchmal sieht man vor lauter Wald die Bäume nicht. Auch ich nicht … da hilft dann ein gutes Gespräch.
So wie heute. Love you!

Tag 35 | Sonntag, 2. Juli 2023
Der letzte Tag im Uniklinikum in Graz. Nach über einem Monat wird Manuela morgen die schöne steirische Hauptstadt verlassen. Endlich. Und der heutige Tag war superschön.
Vom Reden her waren wir schon ziemlich nahe an einer vollkommen normalen Unterhaltung. Und die paar Aussetzer kommen einem „nicht frisch operierten“ auch schon mal unter.
Mehr noch, heute vergas ich das unser Kaffee ja im Zimmer stand und Manuela erinnerte mich daran.
Dies, so passiert bei der Pause unserer Gang-Runde. Ohne Hilfsmittel! Einfach nur Hand in Hand. Und der Appetit von Manuela ist auch weitgehend wieder zurück.
Und natürlich hat unser Energievampir-Talk auch stattgefunden. Samt Sichtung und Lesen von „Beweismaterial“. Mit einem klaren Statement von Manuela: „Vergiss sie einfach:“
Witzig haben wir nur gefunden das gerade jene Personen, die sie komplett vernachlässigt haben, die sich eigeninitiativ nie gemeldet haben und sogar einige Male aus fadenscheinigen Gründen immer wieder Kaffee verschoben haben, nachdem Manu sie angerufen hatte … jetzt am meisten rein schleimen. Aber egal, das Thema ist gegessen.
Was Manu aber besonders gefallen hat, war die Kommunikationsqualität auf der Facebook-Seite. Da hat sie gelauscht und gelächelt beim Vorlesen. Kompliment an euch alle! Sie wird sich das alles noch selber und genauer durchlesen. Diese Kommentare bauen sie richtiggehend auf. Wogegen sie so manche anderen Texte, runter ziehen. Die werden dann aber auch kein zweites Mal mehr gelesen. Zu unwichtig.
Wir gucken nun nur mehr in die Richtung, wo wir hin wollen: Nach vorne. Dort wo unsere gemeinsame Zukunft darauf wartet gelebt zu werden. Offensichtlich warten auf diesem Weg auch viele positive, herzliche Menschen. Wenn im Moment zwar oft nur virtuell. Aber wer weiß schon, was uns später noch alles einfällt. Stichwort: Reisen.
Ab morgen sind wir uns nun auch geografisch wieder um vieles näher. Und, ach ja, Küssen … ja das geht auch noch. Wir haben es nicht verlernt. Haben wir heute festgestellt.
Huch, war das zu intim?

Und wieder ein Foto mit „intimen“ Details: Manuela ohne Schleier am Strand von Barcelona ^^ (verzeiht meinen Sarkasmus, es ist einfach zu verlockend). Gleich danach gingen wir ins Fischrestaurant und wurden von einem zugedröhnten Kellner bedient. Lustiger ging’s kaum noch
Nun denn, wenn man schon der Selbstdarstellung bezichtigt wird … suche man ein Foto von sich selbst, das man so gar nicht öffentlich zeigen mag … und poste es.
Zur Erheiterung unser Aller.
Und wenns Spaß macht – dann passt das auch.
Da hat mich Manuela „dekoriert“ und genau im richtigen Moment abgedrückt.

Zu diesem Tagebuch-Eintrag gibt es auch einen Zusatztext: Dieser eine Moment
Tag 36 | Montag, 3. Juli 2023
Heute hatten wir ein schönes Wiedersehen in der Heimat. Aber irgendwie auch es auch konfus. In Graz war es, ob der mittlerweile gewohnten Umgebung, schon entspannter. Morgen sieht’s wieder anders aus. Schritt für Schritt. Ich freu mich schon darauf, wenn wir den Geburtstag von Manuela nachträglich und romantischer feiern. Und vor allem weit weg von Krankenhaus.

Während Manuela, Gefährtin und Mama, ins Burgenland übersiedelt, bleibt Zeit auch die zweite Mami in unserer Familie gebührend zu würdigen.
Auch Diva ist Mami von 6 Kids. Zwar lebt das Sextett nicht in unserem Haus, aber haben, paarweise, allesamt tolle Plätze bekommen.
Auch wenn die Babykatzen zeitweise ziemlich anstrengend waren … süsser gehts kaum noch.
Und was heute auch noch am Programm steht:
HAPPY BIRTHDAY!

Eine „fast Heimkehr“ am Geburtstag kann ich zwar nicht toppen. Aber das holen wir ausgiebig nach. Alles Gute zum Geburtstag meine Gefährtin. Fangen wir mit 1 an? Und lass uns noch viele weitere hinzufügen im neuen Leben.
Ich liebe Dich! Wir ziehen das Ding durch!
Tag 37 | Dienstag, 4. Juli 2023
Panik bricht aus. Aber nicht bei Manuela.
Mit einem fröhlichen „morgen geh ich nach Hause“ wurde ich heute von Manuela empfangen. Was zu einer versteinerten Miene und einem Schockzustand meinerseits führte. Der sich erst löste, als alle drei Patienten im Zimmer lachten. Uff, das war ein Scherz.
Nicht das mir dies nicht gefallen würde aber hey … fast 5 Wochen Männerhaushalt. Das heißt mindestens 2 Tage Reinigungskommando. Bevor die Königin ihren Palast wieder betritt.
Aber Spaß beiseite. Schön war es heute wieder. Und der Tatendrang von Manuela geht unvermindert weiter.
„Ich brauch frische Wäsche, und Nagelschere, und Deo, und 3 verschieden Blocks, liniert, kariert, leer … und Kugelschreiber in verschiedenen Farben. Und stell mir das W-Lan ein.“ Und und und und …
Ja Schatz. Ja Schatz. Ja Schatz … im Moment bin ich der Laufbursche vom Dienst, aber macht nix. Ich weiß ja, für wen ich es mache. Und im Grunde macht es ja auch irgendwie Spaß.
Heute waren wir zu dritt. Junior, Manuela und ich. Und sind zu dritt auch auf einen Kaffee zu Automaten gegangen.
Und wir hatten Spaß, gute Gespräche und eine Menge zu lachen.
Es geht bergauf.
Und ich? Fang jetzt schnellstens an zum Aufräumen …

Graz geht auch ohne Krankenhaus. So wie hier 2021, im Cafe Murinsel. Den Tag haben wir richtig genossen … als Auszeit vom Alltag.
War schön und wird wieder schön.
„Da lang“ … scheint Junior hier die Richtung, im Wald, zu weisen. Und auch aktuell ist Manuela in die absolut richtige Richtung unterwegs. „Morgen geh ich nach Hause“ – ihr heutiges Statement. Also wenn das keine Ansage ist! Mal gucken was die Visite morgen dazu sagt.
Aber wie auch immer. Lange kann es, glaub ich, nicht mehr dauern.

Tag 38 | Mittwoch, 5. Juli 2023
Stress bricht aus. Natürlich nicht bei Manuela.
Nein. Stress ist ja mein zweiter Vorname.
Das ÖAMTC-Clubmobil heute zurückgebracht. Länger als 6 Tage gehts nun mal nicht. Und natürlich hatte der Stützpunkt gerade Mittagspause … g’scheit, wie ich bin, hab ich darauf natürlich nicht geachtet.
Also warten. Und erst um 13 Uhr nochmals versuchen.
Das bedeutet auch, dass die Besuchs-Planung von 13-15 Uhr über den Haufen geschmissen ist.
Nach der Rückgabe dann bei Affenhitze mit vollem Wäsche Rucksack die 3 Kilometer ins Krankenhaus gewandert. Um dann auf dem Zimmer abermals mit einem „Ich komm nach Hause“ begrüßt zu werden. Diesmal mit dem Zusatz „Die Wäsche brauch ich nun doch nicht mehr.“
Und diesmal scheint es kein Scherz zu sein. Manuela scheint morgen tatsächlich nach Hause zu kommen. Wobei das endgültige Ok muss der Doktor erst bei der morgigen Visite geben. Aber auch die Schwester hat es mehr oder weniger bestätigt.
Freude bricht aus. Panik bricht aus. Das Chaos ist perfekt.
Aber alles halb so wild. Es ist ja nur so, dass ich das ganze Haus neu ausmalen sollte und die ganze Wäsche durchwaschen sollte und so weiter und so fort. Manuela hat zum Rauchen aufgehört und verträgt den Geruch nicht mehr. Und Günther wird dieser beispiellosen gesunden Aktion wohl oder übel folgen.
Ich nehm mir einfach jedes Mal, wenn es mich nach einer Zigarette reizt, die Malerbürste in die Hand und bürste mir den Stress weg … mal sehen, ob das funkt. (Nachtrag: Hat es natürlich nicht).
Sei es, wie es sei. Unsere heutige Stunde (mehr war es leider nicht ob des „Viel zu Tuns“) war angenehm. Aber diesmal von einem ewig plaudernden Besuch vom Nachbarbett „moderiert“. Wieso besuchen Menschen eigentlich Patienten wenn sie schlussendlich mit anderen plaudern?!?
Egal. Sind aus dem Zimmer geflüchtet, wieder Kaffee trinken gegangen und haben ein paar Pläne geschmiedet über Dinge die anstehen. Unsere Unterhaltung war angenehm und gut. Und so wie es aussieht, geht der morgige Abend schon zu Hause über die Bühne.
Und ich überleg schon, was ich morgen kochen soll.
Nachtrag: Und danach ging’s abermals bei Affenhitze ganze 5 Kilometer mit dem Rucksack nach Hause.
Mit dem Ergebnis: „I woa no nie so tot wia i ausgschaut hob“.
Ich hoffe inständig, dass unser Auto bald repariert ist … (Zündschloss Lieferung dauert an).

Die Zug-Fahrt 2018, von Barca nach Paris, war extra unterhaltsam. Mit abschnittsweise 300kmh und fast die ganze Strecke alleine im Wagon. Da hatten wir viel Zeit zu blödeln.
Und mit Sicherheit blödeln wir auch weiterhin was das Zeug hält.
Our Life. Our Dreams!
Prost … oder wie immer man dazu sagt wenn man mit Kaffee „anstosst“ … Bohne?
Und gibt es einen Grund? Man weiss es nicht so genau, aber die Gerüchteküche brodelt und munkelt von einer Rückkehr der Königin in den „Palast“ … morgen? … dann wollen wir mal den Teppich entstauben und das Silbergeschirr polieren.

Tag 39 | Donnerstag, 6. Juli 2023
Ich darf die Frohe Botschaft verkünden, dass ihre Majestät Manuela im „Schloss“ eingetroffen ist.

Des Weiteren finden – wie man am Bild unschwer erkennen kann – auch bereits erste „Gipfelgespräche“ zwischen Königin Diva und Königin Manuela statt … während das männliche Dienerpack weiterhin putzt und wäscht.
Tag 40 | Freitag, 7. Juli 2023
Langsam aber sicher läuft wieder alles nach einer neuer Art „gewohnter Gang“. Aber natürlich ist noch nicht alles „wie gewohnt“. Der Körper will trainiert werden, der Geist gefordert werden und das Leben gelebt werden. Aber wir sind am Weg. Heute hatten wir beide, Manuela und ich, quasi „Feiertag“ und Junior hat uns mit Spaghetti Bolognese bekocht. Und sie haben erstaunlicherweise sogar geschmeckt.
Im Moment bin ich nun wieder ein bisschen weniger der große Schreiberling. Hab ja nun meine Königin wieder zu Hause, die meine Aufmerksamkeit verlangt.
Und nun, ohne lange um den heißen Brei herumzureden:
Dieses Tagebuch endet heute und hier an dieser Stelle.
Unser Leben geht aber natürlich weiter. Weitere Schritte nach vor, zurück ins Leben stehen am Programm. Auch die Reha beginnt bald. Also viel zu tun.
Wer die weiteren Schritte mitverfolgen möchte, ist herzlich eingeladen, auf der Facebook-Seite „Energie für Manuela“ vorbei zu schauen, wo auch dieses Tagebuch hier im Original zu lesen ist. Nebst vielen anderen Texten, Bildern, Kommentaren & Co. Die Seite freut sich natürlich auch über jedes „Like“.
Nun denn, alles Liebe zu euch und ihr wisst ja:
„Never, ever, give up!“


