Friedlich. Und sanft.
So liegst du vor mir.
Wären da nicht diese Dinger …
Ich wär ganz bei dir.
Aber berühr ich deine Hand,
und streiche über deine Haut,
schließ ich die Augen,
dann ist es vertraut.
Dann spür ich dich,
fühl ich dich,
bei mir, das brauche ich.
Ich les dir vor, die schönen Worte,
geschrieben von Menschen mit soviel Herz,
all diese tollen Kommentare,
dann wieder Schmerz.
Ich möchte lachen und Freude bereiten,
dann kommt ein Gedanke, möcht‘s mir vermiesen,
zwingt mich zu verkrampfen, zu kämpfen,
ehe wieder die Tränen fließen.
Wie ein Uhrwerk das nicht mehr rund läuft,
und manchmal Sekunden zu Stunden macht,
um dann wieder viel zu schnell zu ticken,
und hab schon wieder meine Zeit verbracht.
Und ja ich hab Angst und ich glaube und hoffe,
will alles verfluchen und dann wieder danken,
will alles verstehen, ohne zu wissen,
will dich einfach nur küssen.
Wie unwichtig und weit weg die Welt doch wird,
wenn die Leere versucht, mich zu verschlingen,
um im Nichts ohne Schmerz zu verschwinden,
um dich zu finden.
Und doch wird das Dunkel nie ganz,
wenn ein einziger Lichtstrahl dazwischen fällt,
wenn du da bist, dir nah bin,
lohnt sich diese Welt.
Nie werden wir diese Tage vergessen,
und immer in unseren Herzen tragen,
als wär‘s eine Meisterschaft des Glaubens,
und der Grund, warum wir uns haben.
Schlaf gut, meine Gefährtin.
Ich liebe dich. Bis morgen.
Günther Schranz, 10. Juni 2023
Dieser Text ist Teil des Tagebuch einer Gehirnblutung | Tag 10


