2023 … nicht unser Jahr. Ein Resümee.

Günther
von Günther
7 Min

2023 … war nicht unser Jahr. Absolut nicht. Das müssen wir uns neidlos eingestehen. Und das hat nicht mal was mit negativem Denken zu tun. Aber an dieser Stelle auch gleich die gute Nachricht: Seit 2 Minuten ist 2023 Geschichte. Und 2024 hat begonnen. In unserem, persönlichem Fall, ziemlich sang- und klanglos. Das haben wir heuer so entschieden. Meine Gefährtin schläft seit 21 Uhr. Junior hat sich schon um 22 Uhr in sein Zimmer zurückgezogen. Und meinereiner verbringt den Jahreswechsel mit diesem Artikel.

Quasi Tastenklopfen statt Sekt und „Pummerin“. Aber mit 53 Jahren hat man ja auch schon einige Silvester hinter sich und muss nicht zwingend – in der „Midlife-Krise“ verhaftet – in irgendeinem Schuppen abfeiern. Wobei, ich vergönn’s jedem. Mir gefällt’s aber jetzt gerade ganz gut hier.

Also was war das für ein Jahr. Nebst dem Ereignis meiner Partnerin, samt längerem Schlaf, hat sich unser Vehikel auch fünf Mal für eine „Reha“ in der Werkstatt entschieden. Neuer Jahresrekord. Tja, er wird auch nicht jünger. Unser Junior ist von der höheren Schule fließend in die Mechaniker Lehre gewechselt und seine pubertären Hormonschübe haben unser Jahr auch „sehr spannend“ gemacht. 

Meine, zu Beginn des Jahres neuen, Hörgeräte haben sich auch nicht als Glücksgriff erwiesen und verbrachten auch gleich 5 unverschuldete „Reparatur Urlaube“ (zu jeweils ca 2 Wochen) beim Hersteller. Materialfehler, etc. Dazu kam im Herbst noch ein Update meines aktuellen Hörverlusts: 91%. Das ist aber jetzt nichts weiter Schlimmes. Ich bin diesen ja seit meinem achten Lebensjahr gewohnt. 

Der bestehende familiäre Cut nach den vielen Vorfällen – und den wechselseitig ausgebliebenen Weihnachtswünschen – dürfte nun auch zementiert sein. Meine Gefährtin selbst hat ja keinerlei Bedürfnis aktuell in dieser Richtung etwas zu unternehmen. Da sitzt der Stachel zu tief nach all den, nach dem Koma nachgelesenen, Nachrichten etc. Aber, wer weiß, wofür es gut ist. 

Unsere Projekte, die wir uns für 2023 vorgenommen haben, haben wir allesamt … nicht geschafft. Der Keller ist nach wie vor Baustelle. Die Drainage auch. Und auch den Launch unserer geplanten Website haben wir auf 2024 verschoben. Also wie man sieht, es ist drunter und drüber gegangen. Dabei waren das nur die wichtigsten Daten. So gesehen aber, ist nun alles abgehakt. Und unser Blick nach vorne gerichtet.

Aber nun zum wichtigsten Teil dieses Artikels. Meine Partnerin macht weiterhin Fortschritte. Zwar muss sie nach wie vor ihren Mix aus Tabletten nehmen – und das dürfte auch, in welcher Anzahl auch immer, für den Rest ihres Lebens so bleiben – was aber jetzt, ob deren Notwendigkeit, nicht weiter schlimm ist. Der Gesamtzustand verbessert sich stetig und immer wieder kehrt die eine oder andere Erinnerung zurück.

Die stärkste Umstellung war für uns beide der Biorythmus. Manuelas Schlafenszeit hat sich auf etwa 21 Uhr herum eingependelt. Vorher war sie ja eher die Mitternachts-Schläferin. Aber das ist auch ein Teil der medikamentösen Wirkung. Die motorischen Fähigkeiten haben sich in der Weise verändert, dass sie sind allesamt wieder, zu nahezu 100%, zurück sind. Und auch der kognitive bzw. geistige Teil steht dem um nichts nach. Einzig manche Charakter- bzw. Wesenszüge haben sich verändert und manche Vernetzungen im Gehirn müssen sichtlich neu aufgebaut werden. In erster Linie das Erinnerungsvermögen und die wechselseitigen Zusammenhänge. Da fehlt das eine oder andere Puzzleteil. Mit einem Tipp hier und einem Tipp da ist aber auch das kein Problem. 

Jedenfalls haben wir wieder erfolgreich mit „Wordle“ und Schach begonnen. Beides kein Problem. Was aber noch länger dauern wird, ist das Aufbauen einer Kondition. Und gewisse Bewegungen, die mit „Kopf runter“ oder schnellen Bewegungen zu tun haben. Hier ist nach wie vor oft Schwindel vorhanden. Aber auch das bessert sich. Vom Gefühl her langsam, aber sicher. 

Unterm Strich können wir aber mehr als zufrieden sein und sind dankbar dafür, dass es bis jetzt so gut gelaufen ist. Es hätte auch ganz anders kommen können. Und arbeiten weiterhin zusammen daran, unsere gemeinsame Lebensqualität wieder weitgehend herzustellen. Beziehungsweise uns eine bessere als vorher zu gestalten. Unter dem Motto: „Yes, we can!“ 

Was Manuela seit ein paar Monaten neu für sich entdeckt hat, ist vor allem häkeln. Einige neue Hauben, Handschuhe und diverse andere gehäkelte Haushaltshelferlein zeugen davon. Dazu wird es natürlich noch einen eigenen Artikel samt Fotos geben. 

Aber auch das Schreiben begleitet sie jetzt wieder vermehrt. Und auch basteln. Seit gestern bereichert auch ein neues Vogelhaus unsere Tierwelt im Garten. Und den Vögeln gefällt es, wie der reichliche Besuch vermuten lässt. 

Wichtig ist in jedem Fall das die Dinge und Tätigkeiten meiner „besseren Hälfte“ Spaß machen und erfolgreich sind.

Für unsere neue Lebensqualität muss aber auch ich meinen Teil beitragen und mehr auf mich selbst schauen. Das muss ich auch erst verinnerlichen und verstehen lernen. Früher dachte ich ja immer, ich sei ein Atom-Reaktor und quasi „Unbreakable“. Aber dieses Jahr hat mir meine Grenzen aufgezeigt. 

Nach Manuelas Vorfall durfte ich auch eine Nacht im Krankenhaus verbringen, wo aber nichts Akutes, außer einem erhöhtem Blutdruck, festgestellt wurde. Und über Weihnachten, quasi zum Jahresausklang auch noch eine richtig schöne Erkältung, zwei Wochen dauernde, eingefangen. Die letzten Monate war ich auch durchgehend ziemlich geschlaucht und etwas antriebslos. 

Ja, dieses Jahr ist auch nicht spurlos an mir vorüber gegangen. Für das neue Jahr bedeutet das: bessere Ernährung. Regelmäßig Bewegung. Und die Kilos, die ich voriges Jahr (durch „Frustfuttern“ und zu viel sitzen vorm PC) zugenommen haben müssen wieder runter. Auf das sich das Immunsystem wieder freut und gerne werkelt in meinem „Tempel“. 

Also, unterm Strich: Das neue Jahr kann kommen. Wir sind bereit und guter Dinge. Und wenn alles so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben, geht auch noch im Januar unsere Webseite endlich online.

Und wenn es nicht so läuft, wie wir uns es vorgestellt haben, dann werden wir neue Wege finden. Aufgeben tut man Briefe auf der Post. 

Prosit 2024 zu euch. Auf ein gutes Jahr für uns alle!

Günther Schranz, 1. Januar 2024

Artikel teilen
Begeisterter Wanderer und Bademantel-Fanatiker mit Hang zur Selbstüberschätzung. Kocht ausserdem gerne, ist leidenschaftlicher Autofahrer und vergräbt sich auch mal stundenlang vor dem Bildschirm um sich danach im vollbrachten Werk zu sonnen.
Keine Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu hinterlassen.