Es gibt solche Tage und solche. Und es gibt solche Tagen an denen einem die Solchen „am Arsch vorbei gehen“. Man verzeihe mir an dieser Stelle bitte die Brachialrhetorik.
Heute ist einer davon.
Manuela und ich hatten heute eine wirklich schöne gemeinsame Zeit. Es war schon fast wie „damals“. Das klingt, als ob das schon Ewigkeiten her wäre. Und irgendwie kommt es mir zur Zeit auch so vor.
Wir drückten uns, herzten uns. Da war so viel Gefühl. Einfach schön. Und ja, ich geb es einfach offen und ehrlich zu, auch ich hab das mal wieder so richtig gebraucht. Zu lange ist das alles bereits her gewesen.
Wir spazierten eine Runde im Krankenhaus. Quatschten dabei. Und tranken Kaffee aus dem Automaten. Der schmeckt immerhin besser als der Krankenhaus-Kaffee. Sagt Manu.
Und ich verschüttete auch wieder mal Kaffee, indem ich den Becher umstieß. Sagte ja, patschert wie damals, fast alles wie in alten Zeiten.
An einem Tag wie diesem sind mir auch die ganz speziellen „Solchen“ egal. Die sich später, am Abend wieder mal aus ihrer Versenkung meldeten mit verzichtbaren Wortspenden.
Per Definition bin ich also ein „Laberer“ … „Selbstdarsteller“ …. „verkaufe Manuelas Willen“ … und habe sogar eine „Selbsthilfegruppe“ gegründet auf Facebook. Nun denn, wieso nennt ihr mich nicht gleich Luzifer? Wäre immerhin ein Kompliment.
Ich mag ja den gestürzten, anscheinend – ob seines Widerspruchs – demokratie-beflissenen Lichtbringer ebenso wie seinen Vater. Und ich finde ja, dass Gott sicher auch Humor hat. Wie sonst wäre es erklärbar, dass er uns Menschen erschaffen hat?
Aber zurück zu meinen neu erworbenen Namenszusätzen. Da gehört immerhin Leistung dazu. Schlussendlich hat der Energieaufwand für ein Begriff oder Schimpfwort (wie man es sehen mag) ja immer auch einen Grund.
Der Grund ist schlichtweg die Facebook-Seite. Diese Seite auf der bis dato kein einziger negativer Kommentar (!) gepostet wurde. Ohne das ich löschen musste. Und darauf bin ich stolz. Das bedeutet nämlich das sich hinter allen Profilen, die sich auf der Seite bewegen, positive und herzliche Menschen verbergen. Aber verbergen wäre das falsche Wort. Sie schreiben ja auch. Und das nicht wenig. Also zeigen sie sich und lassen ihr Licht leuchten. Und immer immer wieder spürt man zwischen den Worten auch die Herzlichkeit, die dahinter steckt. Und hinter jedem von ihnen steckt auch ein Schicksal. Oft auch ein ähnlicher Weg, wie Manuela ihn gerade geht.
Mittlerweile hat die Seite für mich schon ein klein wenig etwas Familiäres. Und jetzt an die vielen Poster gerichtet: Ihr begleitet mich seit mehr als einem Monat. Steht mir zur Seite mit aufmunternden Worten. Ihr schreibt mir nicht vor, was ich zu tun hätte, und agiert dabei wertfrei und tolerant. Ihr schätzt die Ehrlichkeit in meinen Texten und habt meinen vollsten Dank. Nein mehr noch, ich stehe in eurer Schuld. Ganz tief sogar. Ihr habt das alles freiwillig getan. Und eure Zeit dafür geopfert.
Warum ich jetzt, in diesen Zeilen, hauptsächlich von mir spreche? Nun weil Manuela das Ganze ja in seinem Umfang erst erfassen muss. Alles erst lesen muss. Aber ich bin mir sicher, auch ihr werden die Texte und Kommentare gefallen. Sehr sogar. Wir, Manuela und ich, hatten immer wieder diese Situationen, wo der eine ausgesprochen hat, was der andere gerade denkt. Also mach ich mir diesbezüglich absolut keine Sorgen. Sie wird es genießen.
Anders aber ein paar ihrer ehemaligen „Freunde“ bzw. Kollegen eines Ausbildung-Kollegs. Die wollten halt ihre eigene Gruppe haben. Unter sich bleiben. Eine davon gründetet die Gruppe nach meiner Info über Manuelas Zustand und stieß mich als Admin quasi rein. Ungefragt. Und, so hab ich halt, nach kurzer Basis-Info, die Seite hier als Informationsquelle genannt und dachte, damit ist der Fall für mich erledigt.
Mehr noch. Auf Manuelas Website, die ja außerhalb von Facebook auch noch existiert, ist der ganze Facebook-Stream ebenso ersichtlich. Ganz ohne Facebook-Zugang. Für alle, die kein Facebook haben. Günther denkt ja mit.
Nun – mein Gedanke dahinter ist ja bereits bekannt. So viele Personen erreichen wie nur irgend möglich, um für Manuela so viel Energie freizusetzen wie nur irgend möglich. Und der Weg den Manuela nun geht, macht mich unendlich dankbar für alle Energie die sie, von wo auch immer, erhalten hat. Ihre Fortschritte sind nicht nur beachtlich. Sie verzaubern und erstaunen mich jeden Tag aufs Neue.
Nun ist es aber so, dass ich aus der Gruppe entfernt wurde. Nachdem ich meinen Standpunkt vertreten habe, dass sich jeder informieren könne, der nur wolle, und nicht ständig innerhalb der Gruppe nachfragen müsse, wie es Manuela geht. Und das passierte tatsächlich. Am laufenden Band. Manchmal mehrmals täglich.
Da hab ich mich dann natürlich schon zu fragen begonnen: Wenn alle Infos vorhanden sind, worum geht es dann? Um Heuchelei? Um Aufmerksamkeit? Auf Kosten meiner Gefährtin und ihres Zustandes? Soll ich diese Menschen mit Manuelas Zustand „live unterhalten“? Wie pervers ist das denn? Ich befand das Verhalten für äußerst schäbig und habe diese Meinung auch kundgetan.
Mit dem Shitstorm von 2,3 Leuten habe ich dann allerdings nicht gerechnet.
Wie gesagt ich habe diese Gruppe nicht gegründet und auch nicht darum gebeten. Und nur, weil ich nicht der Sicht von diesen Individuen entsprochen habe, kamen derartige Beiträge:
– „Sorry Leute…ich dachte er ist froh über jede Möglichkeit Leute zu erreichen..die nur den kleinsten Funken Hoffnung, guten Gedanken und positive Energie für Manu übrig haben..in welcher vorm auch immer…
– Günther macht es zb durch endloses Gelabere über seine Sicht auf die Welt auf Facebook…andere schicken Reiki oder zünden eine Kerze an, beten, weinen,…
So ist es eben…“
Das waren nur zwei Beispiele. Derer gibt es noch mehr.
Und dann wurde ich einfach sang- und klanglos gekickt.
Manchmal frage ich mich echt, ob Menschen noch ernst zu nehmen sind?
Da beschäftigt sich ein Mensch mit Reiki und Ähnlichem und macht gleichzeitig andere runter?!? Nur weil dieser eine andere Sicht der Dinge hat.
Ein Weiterer bezichtigt mich davor der Selbstdarstellung, weil ich so viel auf Facebook poste.
Eine Dritte schreibt „ich soll“ „ich muss“ usw…
Oh Menno. Leute! Wie soll denn Energie fließen? Energie will frei sein. Will fließen können. Ohne Barrieren. Ohne die Grenzen der Weltbilder. Religionsübergreifend. Ohne Glaubenssätze. Ohne ein „muss“ oder ein „soll“. Sie darf … kann … wie wo wann warum auch immer.
So viel wie nur irgendwie möglich. Für Manuela.
Ich verstehe nicht, wie jemand es gut meinen kann mit ihr und dann auf eine exklusive Berichterstattung pocht, obwohl er sich jederzeit informieren kann?!?
Ich verstehe auch nicht, warum man andere denunzieren muss, nur weil sie eine andere Sicht der Dinge haben?
Und schon gar nicht verstehe ich, warum sich Menschen nicht selber informieren, wenn sie vorgeben sich für einen Menschen zu interessieren.
Letztendlich habe ich es auch, als Partner von Manuela und Initiator der Initiative, nicht nötig, mir von derartigen Menschen vorschreiben zu lassen, was ich soll, muss, wie ich die Dinge handhaben soll, usw. usf. Das haben wir beide nicht nötig.
Diese Sorte Menschen nenne ich dann Heuchler. Ja das tue ich. Schnörkellos und ohne Scheu. Und gerne sage ich es ein zweites oder drittes Mal. Oder auch hundertmal wenn es denn nötig ist. Und mitunter habe ich noch weitere Begriffe dafür, wenn es denn sein soll.
Auch ich bin grundsätzlich für Frieden aber der hat für mich genau dort eine Grenze, wo meiner Gefährtin weh getan wird. Und mit derartigem Verhalten wird ihr weh getan. Ich erkenne da weder Wertschätzung noch Respekt. Was ich aber eindeutig erkennen kann, ist Eigennutz auf dem Rücken meiner Gefährtin. Zu einem Zeitpunkt wo sie sich nicht dagegen wehren kann. Hinterhältig und/oder hinterfotzig ist, glaube ich, der richtige Ausdruck dafür.
Und das von Menschen die vorgegeben haben ihr nahe zu stehen?!? Tja, in Ausnahmesituationen fallen oft die Masken. Und der wahre Charakter kommt zum Vorschein.
Aber wie ich schon sagte – an solchen Tagen wie heute, tangiert mich dies nur peripher. Weil ich mit meinem Schatz wieder eins bin. Wir sind als Team zurück. Stärker denn je.
Und was diese Menschen auch nicht verstanden haben. Meine Postings auf Facebook haben in keiner Weise etwas mit einer Selbstdarstellung zu tun. Viel eher etwas mit einer Offenbarung. Ich nutze seit Wochen jede Möglichkeit um meiner Gefährtin auf jede erdenkliche Art zu sagen: Hey, ich hab dich lieb. Hier wartet ein Leben auf dich. Hier warten zwei Menschen und auch eine Katze, die mit dir den Weg weiter gehen wollen.
Zuviel kann es gar nicht sein.
Warum ich das tue? Ich habe eines im Leben erkannt, für mich. Ich muss Dinge raus lassen – Energien fließen lassen. Sonst fressen sie mich auf. Sie wenden sich gegen mich und verursachen Krankheiten. Energie will fließen. Sie will nicht an einem Platz verweilen. Dort kann sie mitunter großen Schaden anrichten.
Aus diesem Grund lasse ich sie raus … lasse sie frei sein. Schaue ihr nach wie sie sich verbreitet und wie viele Menschen daran teilhaben. Freue mich darüber und hoffe darauf, dass sie dort ankommt, wo sie statt Schaden immensen Nutzen bringt. Dort wo sie gebraucht wird. Für ein neues Leben.
Ich war nie der Typ, der im stillen Kämmerlein irgendwelche Rituale vollzieht und darauf hofft, dass meine Energie ausreicht, um etwas zu bewerkstelligen. Das wäre für mich überhebliche Selbstüberschätzung. Ich habe immer versucht. So viel wie möglich frei zu setzen und auch andere damit zu begeistern. Weil ich der Meinung bin das man gemeinsam und zusammen viel mehr bewerkstelligen kann. Als große Einheit, die mit Liebe agiert und ein gemeinsames Ziel hat.
Und irgendwie glaube ich … diesen Traum habt ihr mir auf Facebook, mit euren tollen Kommentaren, eurer Anteilnahme, erfüllt. Jeder Einzelne von euch. Und auch ihr in eurer Whatsapp-Gruppe seid Teil dessen, auch wenn ihr nicht dazu gehören wollt. Auch wenn ihr mich denunziert. Ich weiß, dass ihr es im Grunde gut meinen wollt, aber euer fixes, vorgefertigtes Weltbild steht euch im Weg. Aber das macht nichts.
Jedem von euch bin ich zu grossem Dank verpflichtet und bitte euch weiterhin, uns zur Seite zu stehen. Wir sind schon sehr weit gekommen. Aber noch nicht am Ziel. Aber es kommt langsam in Sichtweite.
Irgendwie liebe ich euch alle. Das mag jetzt kitschig klingen. Aber es ist so.
Weil ich eine „Laberer“ bin. Und das mit voller Motivation.
Ich hab euch alle irgendwie lieb, auch wenn ich euch nicht kenne.
Aber lieben … das tue ich dich. Meine Gefährtin. Von ganzem Herzen.
Ich hoffe, dass wir alle, als Menschen, irgendwann so weit sind unsere persönlichen Weltbilder beiseitezulassen. Und die Fähigkeit entwickeln, zu erkennen, das wir alle, jeder von uns, im Grunde genommen nur eines wollen: Lieben und geliebt werden.
Günther Schranz, 2. Juli 2023


