Ein herrlicher Sonntag war das dieses Mal. Ich konnte es erst gar nicht glauben. Vergangenes Wochenende hatte ich, man glaubt es kaum, 120 Höhenmeter erreicht. Bitte – ich sag es gleich dazu – nicht auf die Pausen oder die Base achten. Langsam aber stetig komme ich in meiner Geschwindigkeit so ans Ziel.
Diese Tour auf Komoot:
Die Route fing, wie schon öfter dokumentiert, beim Parkplatz beim Gemeindeamt in Neustift bei Güssing an. So ist der Name dieser auffallenden Gemeinde. Und hier kontrollierte ich ein weiteres Mal alles, was ich mitnahm. 1,5 Liter Wasser, das Handy griffbereit in der Jackentasche, Taschentücher, usw. Gewisse Utensilien habe ich dabei. Möglich ist ja Vieles.

Wieder schritt ich entlang der „Hauptstraße/B 57“ zur „Bachgasse“. Im Hintergrund sieht man „Renata´s Gaststube“, wo ich die erste Brücke erblickte. Aber das wäre schon zu weit. Vor dieser Brücke ist die „Bachgasse“. Diese folgte ich rechterseits des Lahnbaches. Nach dem letzten Haus überquerte ich den Bach über die Brücke. Nachfolgend wanderte ich linkerseits dem Schotterweg weiter Richtung Heiligenkreuz. Hier bin ich mehrmals gewandert und somit war es für mich leicht, den Weg zu finden.
Diesem Weg folgend, war ich froh, hier entlang zu marschieren. Der Nebel und die Wolken waren verschwunden. Die Sonne erstrahlte vom Himmel. Die Sonnenbrille habe ich vergessen.
Kein Kommentar!
Nachdem Wegeverlauf sah ich die nächste Brücke. Nachkommend, ein paar Meter weiter, kam man zur B 57. Da schritt ich aber nicht entlang, sondern bog vor der Brücke rechts ein. Hier hat Günther mit mir den Pfad vor einiger Zeit erkundet. Somit pilgerte ich hier weiter. Ansprechend ist es hier. Sicher, die Autos lärmten mittels geringer Entfernung. Andererseits hatte dieser Weg einen unbezahlbaren Flair. Es ist November und an beiden Seiten des Weges sprießte das frische grüne Gras heran, als käme der Frühling.

Und dann, abrupt, sichtete ich in diesem satten Grün eine blaue silberne Bierdose. Einsam und verlassen lag sie da. Unwirklich störend war dieses Teil. Zuerst runter mit dem Rucksack und mal schauen, was ich, da sonst alles miteingepackt hatte. Und gleich wurde ich fündig. Ein altes Plastiksackerl war mit an Bord. Arbeitshandschuhe waren leider nicht dabei. Das war aber nicht so arg, da ich das Sackerl wendete und somit die Dose in Besitz nahm. Das war nicht der Mühe wert.
Dann gleich einmal was trinken, solange der Rucksack herunten war. Überlegend rann das Wasser die Kehle hinunter. Erfrischend nahm ich einige Schluck und packte die Flasche wieder ein. Der Rucksack kam erneut auf den Rücken. Das Plastiksackerl behielt ich in der Hand. Wer weiß, was da sonst alles in der Gegend herum lag.
Das Wäldchen lag unter dem Weg. Umgestürzte Bäume waren in feuchtem Boden dabei zu verrotten. Andere neigten sich in eine Richtung, verharrten und warteten.

Die Sonnenstrahlen blitzen durch das Blätterdach. Indessen ich so dahin sinnierte, kam ich erneut an eine Kreuzung. Links in den Schmalzgraben führte meine Route weiter. Hier hob ich die Pappe von einem Becherhalter – ich nehme an von „Mci“ – am Fischteich vorbei, sowie verschiedener Häuser.
Die Gärten waren teilweise ordentlich ansprechend bepflanzt. Die Meterscheite des Brennholzes waren zwischen den Bäumen aufgeschlichtet. Die Menschen ließen sich hier einiges einfallen. Eine Stiege, Säule und Zaunmauer wurde mit Rundlinge verkleidet. Dahinter wallt das reglose Grün, wie aus einigen Koniferensträuchern im Garten ihre Jahre auf dem Buckel hatten.
Hier mündet die Straße wieder zur „B 57“. Da hier eine Bushaltestelle stand, warf ich den gesammelten Müll in den Mülleimer. Nachdem überlegte ich, ob mein Weg nach Heiligenkreuz oder nach Hause führen sollte. Da die Sonne weiterhin mir ins Auge schien, wählte ich den Weg zurück. Mal sehen, was ich so entdecke.

Hiermit kreuzte ich die Bundesstraße und bog in den „Kohbergweg“ ein. Via „bergfex“ übernahm ich die 2. Straße rechterseits den bummeligen Anstieg hinauf. Wie laut Karte markiert, endete die asphaltierte Straße nach dem letzten Haus. Angeknüpft per Schotterpiste schlurfte ich im langsameren Schritttempo weiter rauf.
An der ersten Abzweigung zog ich den längeren Pfad in Betracht. Die schnellen Steigungen waren für mich nicht leicht zu meistern. So wanderte ich durch haufenweise Laub den „S“-Weg weiter. Aus dem Wald trat ich auf eine Lichtung. Hier hat sich jemand einen Weingarten angepflanzt und ein Haus stand hier oben. Erkennbar „marode“ und teilweise löchrig. Ein wenig schade um diese kleine Ruine. Hier hatte man einen genialen Weitblick. Der Wald wäre hier zu bereinigen, dann gäbe es sicher via Wanderer einige Fotos, wenn das Wetter klar ist.

Lang hielt ich mich nicht auf, denn mittlerweile wurde es etwas frisch – obwohl ich die späte Vormittagszeit für diese Route wählte. Deshalb motivierte ich mich, um die Wärme in meine Glieder zu bringen. Das war mit dem erneuten Anstieg allerdings ein wenig mühsam. Der Weg war hier nicht gemäht. Hingegen war dies hier nur ein kurzes Stück. Oben angelangt empfang mich eine Kreuzung bei der ein kleiner Baum wuchs. Ringsherum waren vier große Bäume um ihn herum, als würden sie in beschützen. Sah schön aus. Gefällt mir, was die Natur alles zu bieten hat.
Hier hielt ich mich kurz auf, um aufs Navi zu gucken. Ok. Immer der Nase nach. Der Wald wurde hier teils ein wenig lichter. Weiter drinnen war er etwas finsterer. Aber das störte nicht. In Gedanken versunken marschierte ich so dahin. Der Waldweg war fest und leicht zu begehen.

Und wieder gab die Natur die Aufforderung in der Stille kund, dass man hier nicht in den Wald ging. Die umgestürzten Bäume gaben die X-Kennzeichnung neben dem Weg zum Beweis. Und hier, die gelben Blüten, ist das eine Königskerze? So ausführlich kenne ich mich da nicht aus. Die User von „PlantNet“ sind sich da aber sicher.

Das folgende Foto wurde alsbald geschossen. Neben dem Baum steckte ein rostiges Rohr im Boden. Zehn Meter weiter gab es dann einen Eisenkübel in luftiger Höhe kopfüber an einem Strauch übergestülpt. Jetzt wanderte ich über fallengelassene Eicheln drüber. Knirschend setzte ich jeden Schritt auf den Pfad. Das nächste, was ich erblickte, war eine in den Wald geschlagenen weißen Strassenbegrenzung ohne schwarzen Schutzhauben.
Ein effektvolles Foto hat mir dabei die Sonne auf die Linse gespiegelt. Und zu den nächsten Fotos hab ich den Wald genauestens angesehen. Manche Bäume dürften an diesem Ort des Öfteren umfallen und sie werden strikt liegengelassen. Das ist vollkommen in Ordnung. Letzten Endes haben selbst die Insekten einen Hunger.

Vor lauter Nachdenken wanderte ich unverhofft in dem falschen Weg entlang. Die nächsten dreißig Meter stampfte ich dann retour. Und der Feldweg zeigte wieder bergauf. Schön langsam wollte ich nicht mehr. Für heute hatte ich echt genug. Doch ich stieg das letzte Mal hinauf. Dann folgte ich dem Weg. Kam an einem Haus vorbei, an dem ich schnelleren Schrittes entlang ging. Mittlerweile hatte der Asphalt meine Füsse gefunden. Oder eher umgekehrt.
Das ist eine neue Sicht auf den Ort. Da gab es ebenso eine Wohnhausanlage, wie am Beginn der B 57. Ein grandioses Fleckchen Erde gibt es hier. Ein leichtes eisiges Lüftchen wehte mir entgegen. Es fröstelte mich ordentlich.

So kam ich wieder in die Ebene und besann mich auf die letzten Meter eines schnelleren Schrittes, um in die warme Stube heimzukommen. Vorher klickte ich auf der Uhr in Bezug des Routenendes ab.
Müde, aber mit erhobenem Hauptes kehrte ich Heim und besah mir schwelgerisch die Fotos … so wie die Höhenmeter … und trank genüsslich meinen schwarzen Kaffee. (Und in mir grinste ein wenig der Schelm, da ich wusste, dass Günther in sich hinein lachte, da durch sein Sticheln, ich immer wieder eines drauf-zusetzen gedachte.)
Alles Liebe und viel Freude bei der nächsten Tour!
Manuela Riegler, 6. November 2024











